Konzern-Lagebericht

Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2014

Dieser Lagebericht betrifft den Konzernabschluss der AIXTRON SE, in den folgende Tochterunternehmen einbezogen sind (zusammen als „AIXTRON“, „AIXTRON Konzern“, „das Unternehmen“ oder „die Gesellschaft“ bezeichnet): AIXTRON, Inc., Sunnyvale, Kalifornien (USA); AIXTRON Ltd., Cambridge (GB); AIXTRON AB, Lund (Schweden); AIXTRON Korea Co. Ltd., Seoul (Südkorea); AIXTRON China Ltd., Shanghai (Volksrepublik China); AIXTRON KK, Tokio (Japan) und AIXTRON Taiwan Co. Ltd., Hsinchu (Taiwan).

Der Konzernabschluss der Gesellschaft ist nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (International Financial Reporting Standards oder „IFRS“), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Alle in diesem Konzern-Lagebericht enthaltenen Finanzzahlen, einschließlich der Vergleichszahlen für das Vorjahr, sind nach IFRS ausgewiesen. Im Kapitel „Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ des Konzern-Anhangs werden zusätzliche Angaben zu den zugrunde liegenden Rechnungslegungsvorschriften gemacht.

Aufgrund von Rundungsdifferenzen ist es möglich, dass in der Summierung der Einzelpositionen Unterschiede zu den angegebenen Summen auftreten und aus diesem Grunde auch Prozentsätze nicht genau den absoluten Zahlen entsprechen könnten.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Bericht kann zukunftsgerichtete Aussagen über das Geschäft, die Finanz- und Ertragslage und Gewinnprognosen von AIXTRON im Sinne der „Safe Harbor"-Bestimmungen des US-amerikanischen Private Securities Litigation Reform Act von 1995 enthalten. Begriffe wie „können", „werden", „erwarten", „rechnen mit", „erwägen", „beabsichtigen", „planen", „glauben", „fortdauern" und „schätzen", Abwandlungen solcher Begriffe oder ähnliche Ausdrücke kennzeichnen diese zukunftsgerichteten Aussagen. Solche zukunftsgerichteten Aussagen geben unsere gegenwärtigen Beurteilungen und Annahmen wieder und gelten vorbehaltlich bestehender Risiken und Unsicherheiten. Sie sollten kein unangemessenes Vertrauen in die zukunftsgerichteten Aussagen setzen. Die tatsächlichen Ergebnisse und Trends können wesentlich von unseren zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Dies kann durch Faktoren verursacht werden, wie zum Beispiel die tatsächlich von AIXTRON erhaltenen Kundenaufträge, den Umfang der Marktnachfrage nach Depositionstechnologie, den Zeitpunkt der endgültigen Abnahme von Erzeugnissen durch die Kunden, das Finanzmarktklima und die Finanzierungsmöglichkeiten von AIXTRON, die allgemeinen Marktbedingungen für Depositionsanlagen, und das makroökonomische Umfeld, Stornierungen, Änderungen oder Verzögerungen bei Produktlieferungen, Beschränkungen der Produktionskapazität, lange Verkaufs- und Qualifizierungszyklen, Schwierigkeiten im Produktionsprozess, die allgemeine Entwicklung der Halbleiterindustrie, eine Verschärfung des Wettbewerbs, Wechselkursschwankungen, die Verfügbarkeit öffentlicher Mittel, Zinsschwankungen bzw. Änderung verfügbarer Zinskonditionen, Verzögerungen bei der Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte, eine Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage sowie durch alle anderen Faktoren, die AIXTRON in öffentlichen Berichten und Meldungen aufgeführt und bei der U.S. Securities and Exchange Commission eingereicht hat. In dieser Mitteilung enthaltene zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen und haben Gültigkeit zum Zeitpunkt dieser Mitteilung. AIXTRON übernimmt keine Verpflichtung zur Aktualisierung oder Überprüfung zukunftsgerichteter Aussagen wegen neuer Informationen, künftiger Ereignisse oder aus sonstigen Gründen, soweit keine ausdrückliche rechtliche Verpflichtung besteht.

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Konzernstruktur

Nachstehende Tabelle beinhaltet eine Liste der AIXTRON Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2014:

Name Ort der Handelsregistereintragung Kapitalanteil in %
AIXTRON Ltd. England & Wales 100
AIXTRON AB Schweden 100
AIXTRON Korea Co. Ltd. Südkorea 100
AIXTRON KK Japan 100
AIXTRON China Ltd. China 100
AIXTRON Taiwan Co. Ltd. Taiwan 100
AIXTRON, Inc. USA 100
Genus Trust* USA n.a.

1.2. Leitung und Kontrolle

Zum 31. Dezember 2014 gehörten dem AIXTRON Vorstand der SE die folgenden zwei Mitglieder an:

Name Funktion Erstmalige Bestellung Bestellt bis
Martin Goetzeler Vorsitzender des Vorstands 1. März 2013 28. Februar 2017
Dr. Bernd Schulte Vorstandsmitglied 1. April 2002 31. März 2018

Dem Aufsichtsrat der AIXTRON SE gehörten zum 31. Dezember 2014 die folgenden sechs Personen an:

Name Funktion Mitglied seit Bestellt bis
Kim Schindelhauer1)2)3)4)5) Vorsitzender des Aufsichtsrats 2002 HV 2016
Prof. Dr. Wolfgang Blättchen1)4) Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, unabhängiger Finanzexperte6) 1998 HV 2016
Dr. Andreas Biagosch2) 2013 HV 2016
Prof. Dr. Petra Denk2)3) Vorsitzende des Technologieausschusses 2011 HV 2016
Dr. Martin Komischke 2013 HV 2016
Prof. Dr. Rüdiger von Rosen1)3) Vorsitzender des Nominierungsausschusses 2002 HV 2016

1.3. Standorte

Die Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Herzogenrath, Deutschland, und verfügte zum 31. Dezember 2014 weltweit über insgesamt 12 in ihrem Eigentum befindliche oder gemietete Standorte:

Standort Nutzung Größe (ca. m²) Ende Mietdauer
Herzogenrath (Eigentum) Produktion, Kundendienst, Konstruktion 12.457 -
Herzogenrath (Eigentum) Unternehmenszentrale, F&E, Produktion, Konstruktion 16.000 -
Aachen (Miete) F&E 200 28.02.2016
Cambridge, Großbritannien (Miete) Produktion, Konstruktion, F&E 2.180 13.09.2019
Cambridge, Großbritannien (Miete) Vertrieb, Kundendienst, Konstruktion 1.386 27.06.2020
Sunnyvale, CA, USA (Miete) Produktion, Vertrieb, Kundendienst, Konstruktion, F&E 9.338 31.10.2017
Seoul, Südkorea (Miete) Vertrieb, Kundendienst 1.032 31.12.2015
Shanghai, China (Miete) Vertrieb, Kundendienst 755 31.07.2016
Suzhou, China (Miete) Vertrieb, Kundendienst 537 21.06.2016
Hsinchu, Taiwan (Miete) Vertrieb, Kundendienst 1.417 31.12.2017
Tainan, Taiwan (Miete) Kundendienst 203 27.05.2016
Tokio, Japan (Miete) Vertrieb, Kundendienst 364 30.09.2016

1.4. Geschäftsmodell

AIXTRON ist ein führender Anbieter von Depositionsanlagen für die Halbleiterindustrie. Die Produkte der Gesellschaft werden weltweit von einem breiten Kundenkreis zur Herstellung von leistungsstarken Bauelementen für elektronische und optoelektronische Anwendungen auf Basis von Verbindungs-, Silizium- und organischen Halbleitermaterialien genutzt. Diese Bauelemente werden in der Displaytechnik, der Signal- und Lichttechnik, Glasfaser-Kommunikationsnetzen, drahtlosen und mobilen Telefonieanwendungen, der optischen und elektronischen Datenspeicherung, der Computertechnik sowie einer Reihe anderer Hochtechnologie-Anwendungen eingesetzt.

Die Geschäftstätigkeit von AIXTRON umfasst die Entwicklung, Produktion und Installation von Anlagen für die Abscheidung (Deposition) von Halbleitermaterialien, die Entwicklung von Verfahrenstechniken, die Beratung und Schulung sowie die laufende Kundenbetreuung und Nachverkaufsservice.

AIXTRON liefert sowohl Depositionsanlagen für die Massenproduktion als auch kleinere Anlagen, beispielsweise für die Forschung und Entwicklung („F&E“) und Vorserienproduktion.

Die Nachfrage nach den Produkten von AIXTRON wird maßgeblich beeinflusst durch die steigenden Anforderungen an die Produktivität (Prozessgeschwindigkeit, Effizienz und Betriebskosten). Mit seinen führenden Technologien zur Materialbeschichtung versetzt AIXTRON seine Kunden in die Lage, die Leistungsfähigkeit und die Qualität modernster mikro- und optoelektronischer Bauelemente zu verbessern und die Ausschussquote bei der Produktion zu verringern.

Der Schutz der Umwelt und ein verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen sind ein wichtiger Teil der Geschäftsstrategie. Die Ingenieure der Gesellschaft arbeiten zudem daran, die AIXTRON Anlagen sowohl hinsichtlich des Erhalts von Ressourcen als auch hinsichtlich einer umweltfreundlichen Konstruktion und Funktion ständig zu verbessern. Mit der Implementierung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001:2011 auf Unternehmensebene leistet AIXTRON einen Beitrag zur effizienten Nutzung von Energie sowie den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Das Geschäft der Gruppe unterliegt einer Reihe von Risiken, welche die Geschäftsentwicklung, das Geschäftsmodell und die Geschäftsstrategie nachteilig beeinflussen können. Eine ausführliche Aufstellung dieser Risiken befindet sich im Kapitel „Chancen und Risikobericht“.

1.5. Technologie und Produkte

Die AIXTRON Produktpalette umfasst kundenspezifische Anlagen für die Abscheidung komplexer Halbleitermaterialien. Hierbei können Substrate unterschiedlicher Materialien und Größen beschichtet werden.

Zur Gasphasenabscheidung so genannter III/V-Verbindungshalbleiter-Materialien zur Herstellung von LEDs, Hochleistungselektronik oder Prozessoren, wird beispielsweise das „MOCVD"-Verfahren (Metall-Organische Gasphasenabscheidung) angewendet. Zur Abscheidung organischer Dünnschichtmaterialien dient das „PVPD"(Polymer-Gasphasenabscheidung)-Verfahren. In diesem Bereich wird auch das „OVPD®"-Verfahren (Organische Gasphasenabscheidung) speziell für großflächige Abscheidungsverfahren zur Herstellung von „OLEDs" (Organische lichtemittierende Dioden) verwendet. Auch das Verfahren der plasmaunterstützten chemischen Gasphasenabscheidung („PECVD") zur Herstellung komplexer Kohlenstoff-Nanostrukturen (Kohlenstoff-Nanoröhren, -drähte oder Graphen) kann mit AIXTRON Anlagen angewandt werden.

Im Bereich der Siliziumhalbleiter sind AIXTRON Anlagen in der Lage, Wafer mit bis zu 300 mm Durchmesser zu beschichten. Ermöglicht wird dies anhand chemischer Gasphasenabscheidung („CVD") oder „Atomic Layer Deposition" („ALD").

In der folgenden Tabelle sind die angebotenen Produkte und Technologien sowie die entsprechenden Anwendungen und Bauelemente zusammengefasst:

Material Verbindungshalbleiter Organische Halbleiter Silizium Halbleiter
Systemtechnologie MOCVD OVPD® CVD
  CVD PVPD ALD
  PECVD MOCVD
Produkte Planetary Reactor® OVPD® R&D- und Produktionsanlagen Lynx-iXP CVD
  Close Coupled Showerhead® PRODOS PVPD R&D- und Produktionsanlagen QXP-8300 ALD
  Nano CVD Reaktoren: BM Serie CRIUS R MOCVD
Mögliche Anwendungen LEDs OLEDs für Bildschirme CVD WSi Gate Stacks für DRAM und 3D NAND
  Optoelektronik (Fotodioden, Laser, Modulatoren für Datenübertragung/Telefonie) OLEDs für Allgemeinbeleuchtung Metall- und Oxidschichten für Kondensator-/gatestrukturen in DRAMs, NAND und Prozessoren
  Laser für Unterhaltungselektronik (CDs, DVDs) Organische, transparente Dünnfilm Solarzellen High Mobility Channel für Prozessoren
  Hochfrequenzeinheiten („Hetero Bipolar Transistors“ und „High Electron Mobility Transistors” (HBTs, HEMTs)) für drahtlose Datenübertragung Elektronische Halbleiterstrukturen, z.B. für flexible Displays
  Siliziumcarbid (SiC) basierte Hochstromeinheiten Funktionale Polymerschichten  
  Galliumnitrid (GaN) basierte Leistungsbauelemente Dielektrische oder passivierende Polymerschichten  
  Solarzellen    
  Kohlenstoff-Nanostrukturen zur Anwendung in der Elektronik, für Bildschirme und in der Hitzeableitung    
  Graphen-Strukturen für elektronische Anwendungen    

AIXTRON liefert darüber hinaus eine breite Palette an Peripheriegeräten und Dienstleistungen. Zusätzlich bietet AIXTRON seinen Kunden Systemunterstützung, Schulung und Beratung sowie Nachverkaufsservice.

AIXTRON arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung seiner existierenden Technologien und Produkte. In den vergangenen drei Jahren hat AIXTRON mehrere neue Systemgenerationen und Technologien, wie beispielsweise die QXP-8300 für die Silizium Halbleiter Technologie, die AIX R6 Close Coupled Showerhead® Reaktor Technologie und die PRODOS Produkt Linie mit dem PVPD System im Bereich der organischen Halbleitermaterialien eingeführt.

1.6. Forschung und Entwicklung

Neben dem F&E-Zentrum am Hauptsitz in Herzogenrath unterhält AIXTRON weitere Forschungs- und Entwicklungslabore in Aachen (Deutschland), Cambridge (Großbritannien) und Sunnyvale (USA). Diese mit neuesten Generationen bestehender AIXTRON Anlagen ausgestatteten Labore dienen der Erforschung und Entwicklung neuer Systeme, Materialien und Verfahren zur Produktion von Halbleiterstrukturen.

AIXTRONs F&E-Aktivitäten im Jahr 2014 umfassten Entwicklungsprogramme für neue Produkte genauso wie kontinuierliche Verbesserungsprogramme für die bereits bestehenden Produkte AIXTRONs. Zusätzlich wurden Design-to-Cost-Programme eingeführt, um Materialkosten kontinuierlich zu senken, z.B. durch Designverbesserungen bei extern bereitgestellten Komponenten. Auch arbeitet AIXTRON an kundespezifischen Entwicklungsprojekten und forscht an neuen Technologien oft auch im Rahmen öffentlich geförderter Projekte.

Die hohe F&E-Kompetenz ist für AIXTRON weiterhin von großer strategischer Bedeutung, da sie für ein wettbewerbsfähiges Portfolio von Spitzentechnologien sorgt und die zukünftige Geschäftsentwicklung unterstützt. Deshalb investiert AIXTRON gezielt in Forschungs- und Entwicklungsprojekte, um die führende technologische Stellung bei MOCVD-Systemen zu verfolgen und gleichzeitig die Wachstumsmärkte für Hochleistungselektronik, organische Halbleiter und die nächste Generation von Speicher- und Prozessoranwendungen zu erschließen. Wesentliche F&E-Aktivitäten im Geschäftsjahr 2014 beinhalteten die Markteinführung einer neuen Generation der MOCVD-Showerhead-Anlage AIX R6, weitere Fortschritte im Bereich OLED und den Beginn eines Projekts zur Integration von Verbindungshalbleitern in zukünftige Prozessorstrukturen (III-V-auf Silizium TFOS). Diese Aufwendungen werden sehr genau überwacht. Im Geschäftsjahr 2014 beschäftigte AIXTRON im Schnitt 285 engagierte und hochqualifizierte F&E-Mitarbeiter (2013: 297; 2012: 337).

Nähere Informationen zu den F&E-Aufwendungen in den Geschäftsjahren 2012 bis 2014 finden sich im Kapitel „Ertragslage“ in diesem Bericht.

Beispielhaft für diese Aktivitäten im Geschäftsjahr 2014 stehen die folgenden Projekte:

In den ersten Monaten des Jahres 2014 nahm AIXTRON ein neues R&D-Cluster zur umfassenden Demonstration der Produktion für die Herstellung organischer Halbleiter in Betrieb. Damit können die verschiedenen Prozesse zur Abscheidung organischer Dünnfilme für OLEDs und flexible Elektronik unter industriellen Produktionsbedingungen demonstriert werden. Das R&D-Cluster bietet eine Demonstrationsumgebung der verschiedenen Prozesse, welche die besonderen Vorteile von AIXTRONs OVPD- und PVPD-Technologien unter Beweis stellt.

Im November 2014 führte AIXTRON offiziell die neu entwickelte AIX R6 Close Coupled Showerhead® Reaktortechnologie am Markt ein. Diese neue Anlage ermöglicht den Kunden gegenüber den bestehenden AIXTRON Anlagen deutliche Einsparungen bei den Betriebskosten.

Daneben war AIXTRON an diversen öffentlich geförderten Forschungsprojekten beteiligt. Ein Beispiel dafür ist das inzwischen kürzlich abgeschlossene, öffentlich geförderte Projekt NeuLand. Dieses Projekt zielt darauf ab, durch den Einsatz neuartiger Halbleiterbauelemente auf Basis von Siliziumkarbid (SiC) und Galliumnitrid auf Silizium (GaN-on-Si) Energieverluste, zum Beispiel bei der Einspeisung in das Stromnetz oder in Schaltnetzteilen für PCs und Fernseher, Solar-Wechselrichtern oder Motorantrieben zu reduzieren. Darüber hinaus kooperiert AIXTRON bei der Entwicklung von Epitaxie-Prozessen auf 150 mm-Siliziumkarbid-Wafern (SiC) mit dem Forschungsinstitut Fraunhofer IISB (Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB) in Erlangen, Deutschland. Dabei kommt die neue G5 WW-Anlage von AIXTRON zum Einsatz, die für die Verwendung von 8x150 mm-SiC-Wafern konfiguriert ist. Verschiedene SiC-Baulemente sind bereits im Markt erhältlich und die Einführung der 150 mm-SiC-Technologie zielt nun darauf, die weitere Verbreitung von Siliziumkarbid in der Leistungselektronik zu ermöglichen.

1.7. Patente

AIXTRON strebt an, seine Technologie über entsprechende Patente zu sichern, sofern dies für das Unternehmen strategisch sinnvoll und möglich ist. Zum 31. Dezember 2014 verfügte die Gesellschaft über 196 Patentfamilien (31. Dezember 2013: 198 Patentfamilien), wovon für 102 Patentfamilien Patentschutz erteilt und für 94 Patentfamilien Patentschutz beantragt war. Im Berichtszeitraum wurde für 30 Patentfamilien Patentschutz neu beantragt. Patentschutz für Erfindungen wird üblicherweise jeweils in den für AIXTRON wesentlichen Absatzmärkten, insbesondere in Europa, China, Japan, Südkorea, Taiwan und den USA angestrebt. Patente werden jährlich erneuert und laufen zwischen 2015 und 2034 aus.

AIXTRON verfügt außerdem sowohl über exklusive als auch nicht-exklusive Rechte an Patenten von Dritten, die in AIXTRON Produkten und auch SAP Software-Lizenzen enthalten sind.

AIXTRON ist Lizenznehmer bestimmter Patente der Centre National de la Recherche Scientifique sowie der Universal Display Corporation, die für Geschäfte mit Technologien zur Abscheidung komplexer Materialien von Bedeutung sind. AIXTRON verkauft Reaktortechnologien basierend auf diesen Lizenzen, welche auf dem Prinzip der Einleitung von Vorprodukten in eine Abscheidungskammer im Vakuum beruhen.

1.8. Produktion und Beschaffung

AIXTRON konzentriert sich bei der Produktion in erster Linie auf die Endmontage, welche die Anlagenkonfiguration und -abstimmung sowie die Endprüfung umfasst. Die zur Herstellung der Anlagen erforderlichen Komponenten und die Mehrzahl der vormontierten Baugruppen bezieht die Gesellschaft von externen Lieferanten und Dienstleistern. Diese werden sorgfältig ausgewählt und auf ihre Eignung überprüft, Anlagenteile oder ganze Baugruppen zu beschaffen, zu liefern, gegebenenfalls vorzumontieren und testen zu können. Ziel ist in der Regel, aus strategischen Gründen, für jede AIXTRON Komponente bzw. jede Baugruppe mehrere Lieferanten zu qualifizieren. Einige Schlüsselkomponenten werden jedoch aus einer Hand bezogen, wodurch AIXTRON an Verträge mit diesem spezifischen Zulieferer gebunden ist. Der Montageprozess wird von AIXTRON Mitarbeitern geleitet und überwacht. Die Endmontage wird unter Zuhilfenahme externer Dienstleister in der eigenen Produktionsstätte durchgeführt.

Im Rahmen des 5-Punkte-Programms hat das Unternehmen ein Supply-Chain-Projekt gestartet, welches unter anderem darauf abzielt, Risiken in der Beschaffung und der Lagerung von Material durch verkürzte Lieferzeiten weiter zu reduzieren und somit den Kunden schnellere Lieferungen anbieten zu können.

AIXTRON verfügt über ein gemäß DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziertes Managementsystem. Die Zertifizierung wurde im Rahmen einer erneuten Prüfung nach internationalem QM-Standard im November 2014 erfolgreich bestätigt. In 2014 wurde das Energiemanagement des Unternehmens gemäß DIN EN ISO 50001:2011 zertifiziert.

Die Gesellschaft erfüllt alle international und national gültigen Standards und Richtlinien des Maschinen- und Anlagenbaus mit Relevanz für die AIXTRON Produkte.

Die CE-Kennzeichnung bestätigt die Konformität der Produkte mit den zutreffenden europäischen Richtlinien und Standards. Darüber hinaus werden für die Zulassung von AIXTRON Produkten am US-Markt die dort gültigen UL-Normen sowie die empfohlenen Richtlinien der SEMI-Organisation erfüllt.

Bei der Neu- und Weiterentwicklung von AIXTRON Produkten werden u.a. die internationalen Richtlinien zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe (RoHS) strengstens berücksichtigt. Die Erfüllung der internationalen und nationalen Standards und Richtlinien sowie der internen Compliance-Richtlinien wird in geeigneter Weise überwacht. Die Prüfzertifikate von verschiedenen unabhängigen Institutionen wie z.B. „TÜV" und „ETL", bestätigen für die AIXTRON Produkte die Konformität mit internationalen/nationalen Standards und Richtlinien.

AIXTRON verpflichtet sich und seine Lieferanten zur Einhaltung von ethischen und moralischen Standards bei Einkauf und Verwendung von sogenannten Konfliktmineralien (Gold, Tantal, Wolfram sowie Zinn). AIXTRON ist bestrebt, Transparenz in Bezug auf die Herkunft der in unseren Produkten verwendeten o. g. Mineralien herzustellen um die Anforderungen des U.S. Dodd-Frank Acts zu Konfliktmineralien (Artikel 1502) zu erfüllen. Dazu ist ein Prozess im Unternehmen etabliert worden, der sicherstellt, dass in Zusammenarbeit mit den Zulieferern die Lieferkette dieser Mineralien offengelegt werden kann. Das Ergebnis wird jährlich in einem Bericht bei der U.S. Börsenaufsicht SEC veröffentlicht.

1.9. Vertrieb und Kundendienst

Der AIXTRON Konzern vermarktet und verkauft seine Produkte weltweit, und zwar hauptsächlich über die eigene Verkaufsorganisation, Handelsvertreter und Vertragshändler.

Die eigene Vertriebs- und Serviceorganisation von AIXTRON bietet dem Kunden das gesamte Spektrum an Dienstleistungen, von der kundenspezifischen Entwicklung einer AIXTRON Anlage bis zur Anlageninstallation sowie der Schulung der Kunden und dem Kundendienst nach Inbetriebnahme seiner Systeme (Nachverkaufsservice).

Als Teil des 5-Punkte-Programms hat der Vorstand ein Team von Key Customer Satisfaction Managern etabliert, um die Wettbewerbsfähigkeit der AIXTRON Kunden zu stärken. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Kundenbeziehungen weiter zu verbessern.

1.10. Mitarbeiter

Der Erfolg des Unternehmens wird maßgeblich durch die Leistung und Motivation der Mitarbeiter beeinflusst. Die Mitarbeiterauswahl bei AIXTRON erfolgt nach fachlichen und persönlichen Qualifikationen sowie Erfahrungen. Neben direkten Stellenangeboten ist das Unternehmen regelmäßig auf Jobmessen und ähnlichen Veranstaltungen vertreten, ist in der lokalen Presse präsent und kooperiert darüber hinaus eng mit Universitäten weltweit, wie z.B. der RWTH Aachen und der Cambridge-Universität, um neue Mitarbeiter zu gewinnen.

Als global agierendes Unternehmen mit einer internationalen Firmenkultur legt AIXTRON großen Wert auf Vielfalt („Diversity") im Unternehmen und sieht dies als Wettbewerbsvorteil. Ziel ist hierbei, ein produktives Arbeitsumfeld im Unternehmen zu erreichen, soziale Diskriminierung von Minderheiten zu verhindern und eine Kultur der Chancengleichheit zu etablieren.

Führungsqualität in einer Organisation hat ebenfalls großen Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens. Daher fördert AIXTRON diese auch gezielt mit dem 5-Punkte-Programm. Im Rahmen dessen wurde im Geschäftsjahr 2014 auch erstmals eine weltweite Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Hieraus haben sich konkrete Verbesserungsmöglichkeiten ergeben, welche das Management-Team gezielt angehen wird.

Im Geschäftsjahr 2014 stieg die Zahl der Mitarbeiter von 776 zum Ende des Jahres 2013 (2012: 964) um 2% auf 789 zum 31. Dezember 2014. Dies ist, bedingt durch die wachsenden Projektaufgaben im Bereich der organischen Halbleiter, im Wesentlichen auf den Anstieg von 11% im Bereich Forschung & Entwicklung (hauptsächlich in Europa) zurückzuführen. Obwohl der Bereich Produktion und Service den größten Personalrückgang verzeichnete, sind dort weiterhin die meisten Mitarbeiter beschäftigt.

Mitarbeiter nach Funktionsbereichen 2014 2013 2012 2014-2013
  31. Dez. % 31. Dez. % 31. Dez. % abs. %
Vertrieb 65 8 66 8 88 9 -1 -1
Forschung und Entwicklung 292 37 264 34 333 35 28 11
Produktion und Service 322 41 338 44 427 44 -16 -4
Verwaltung 110 14 108 14 116 12 2 2
Gesamt 789 100 776 100 964 100 13 2

Zum 31. Dezember 2014 war der größte Teil der weltweiten Belegschaft von AIXTRON in Europa beschäftigt. Diese Region verzeichnete im Geschäftsjahr 2014, hauptsächlich durch den zuvor genannten Anstieg der F&E-Mitarbeiter vorwiegend in Europa, auch einen Anstieg der Mitarbeiterzahl.

Mitarbeiter nach Regionen 2014 2013 2012 2014-2013
  31. Dez. % 31. Dez. % 31. Dez. % abs. %
Asien 154 20 168 22 188 20 -14 -8
Europa 521 66 491 63 660 68 30 6
USA 114 14 117 15 116 12 -3 -3
Gesamt 789 100 776 100 964 100 13 2

1.11. Kunden und Regionen

AIXTRON Kunden konzentrieren sich unter anderem auf die Herstellung von LEDs sowie Bauelementen für die Hochleistungselektronik, Optoelektronik oder für drahtlose Datenübertragungen sowie Speicher- und Prozessoranwendungen. Einige dieser Kunden sind vertikal integriert und beliefern die gesamte Wertschöpfungskette bis hin zum Endverbraucher. Andere wiederum sind unabhängige Hersteller von Bauelementen, welche die auf AIXTRON Anlagen produzierten Chips und Bauelemente an Unternehmen der nächsten Stufe in der Wertschöpfungskette, die Hersteller elektronischer Geräte, liefern. Zu den Kunden der Gesellschaft zählen auch Forschungsinstitute und Universitäten. Die führenden Hersteller für Bauelemente produzieren vorwiegend in Asien. Daher erzielt auch AIXTRON den Großteil seiner Umsätze dort.

Das Kapitel „Umsatzentwicklung“ enthält eine detaillierte Aufstellung der Umsätze nach Technologien und Regionen.

1.12. Wettbewerbsposition

Hauptwettbewerber im Markt für MOCVD-Anlagen bleibt Veeco Instruments, Inc. (USA) mit Teilen seines „LED & Solar“-Geschäftsfelds. Daneben steht AIXTRON mit verschiedenen asiatischen Herstellern im Wettbewerb, einschließlich Taiyo Nippon Sanso (Japan). Aufgrund der zunehmend positiven Wachstumsaussichten des Markts für LED-Endanwendungen, und damit auch des MOCVD-Anlagenmarkts, hat sich gezeigt, dass auch Anlagenhersteller aus benachbarten Industriezweigen versuchen, eigene MOCVD-Anlagen für ihre Kunden zu entwickeln. So haben beispielsweise Jusung Engineering Co. Ltd. (Südkorea), Nuflare Technology Inc. (Japan) oder Valence Process Equipment (USA) an der Entwicklung eigener Anlagenlösungen zur Herstellung von LEDs gearbeitet. Auch einige chinesische Unternehmen arbeiten, gestützt durch entsprechende Regierungsinitiativen, an der Entwicklung und Produktion von MOCVD-Anlagen.

Auf Basis der zuletzt veröffentlichten Studien schätzt das Marktforschungsinstitut Gartner Dataquest (Forecast: Semiconductor Manufacturing Equipment, Worldwide, April 2014) den Marktanteil von AIXTRON am weltweiten Markt für MOCVD-Anlagen in 2013 auf rund 41% (Gesamtmarktgröße 2013: USD 325 Mio.). AIXTRONs Hauptwettbewerber Veeco Instruments, Inc. hielt im gleichen Zeitraum einen geschätzten Marktanteil von insgesamt ca. 55%. Mittel- bis langfristiges Ziel AIXTRONs bleibt es, eine marktführende Position im weltweiten MOCVD-Anlagenmarkt einzunehmen. Nach neueren Schätzungen von Gartner Dataquest (Forecast: Semiconductor Manufacturing Equipment, Worldwide, 4Q14 Update, Dezember 2014) sollte der Gesamtmarkt für MOCVD-Anlagen im Jahr 2014 auf rund USD 376 Mio. gewachsen sein, wobei Veeco und AIXTRON weiterhin die dominierenden Marktteilnehmer bleiben.

Bei Anlagen zur Herstellung von organischen Halbleitern konkurriert AIXTRON mit etablierten Herstellern wie Ulvac, Inc. (Japan), Tokki Corporation (Japan), SNU Precision (Südkorea), Sunic System (Südkorea) sowie einer Anzahl kleinerer Unternehmen. Während diese vakuumthermische Verdampfungstechnologien (Vacuum Thermal Evaporation, VTE) und Polymertechnologien zur Herstellung von OLEDs (Organic Light Emitting Diodes) einsetzen, verwendet AIXTRON die hochinnovative Technologie der organischen Gasphasenabscheidung OVPD® (Organic Vapor Phase Deposition) oder der polymeren Gasphasenabscheidung PVPD (Polymer Vapor Phase Deposition) für großflächige Beschichtungen. AIXTRON ist davon überzeugt, dass diese Technologien den herkömmlichen VTE und polymertechnischen Verfahren technisch überlegen sind und erhebliche Potenziale zur Senkung der Herstellungskosten für OLEDs, speziell für große Displays, mit sich bringen. AIXTRON sieht sich als potenzieller Lieferant von Depositionsanlagen zur Herstellung von OLEDs der nächsten Generation gut positioniert. Diese großflächigen Anwendungen werden zukünftig voraussichtlich in Displays, in der Beleuchtung, in Solarzellen und in anderen elektronischen OLED-Anwendungen eingesetzt werden.

Die AIXTRON Systemtechnologie sowie die Kunden und deren OLED-Anwendungen befinden sich noch in der Phase der Markteinführung, weshalb Marktdaten für diesen Bereich nicht aussagekräftig sind.

Bei CVD-, MOCVD- und ALD- Technologien für Siliziumanwendungen steht AIXTRON mit diversen Anlagenherstellern im Wettbewerb. Hierzu gehören u.a. Applied Materials, Inc. (USA), Tokyo Electron Ltd. (Japan), ASM International N.V. (Niederlande), IPS Technology (Südkorea), Jusung Engineering Co. Ltd. (Südkorea) und Hitachi Kokusai Electric Co. Inc. (Japan). Applied Materials, Inc. (USA) und Tokyo Electron Ltd. (Japan) haben einen Vertrag über ihren Zusammenschluss unterzeichnet, die Umsetzung steht jedoch aufgrund fehlender regulatorischer Genehmigungen noch aus. Mit seinen Technologien zur Herstellung von Siliziumhalbleitern ist AIXTRON für Strukturgrößen von 25 nm und darunter bei Speicher- und Prozessorchips gut positioniert. AIXTRON Technologien ermöglichen eine extrem hohe Präzision bei der Abscheidung sehr dünner Materialschichten, z. B. für die Herstellung komplexer dreidimensionaler Strukturen für die Mikroelektronik. Damit eröffnen sie der Halbleiterindustrie neue Möglichkeiten der Materialbeschichtung von Halbleiterbauteilen der nächsten Generation und haben nach Ansicht von AIXTRON hohes Entwicklungspotenzial für die Zukunft.

Der Zielmarkt für AIXTRONs Technologien zur Herstellung spezieller Anwendungen, wie Steuerelektroden und Kondensatorstrukturen (Gate Stacks, Capacitors), wurde von Gartner Dataquest (Forecast: Semiconductor Manufacturing Equipment, Worldwide, 4Q14 Update, Dezember 2014) für 2014 auf USD 788 Mio. geschätzt. Mit Produktionsanlagen zur Herstellung von Speicherprodukten mit Strukturgrößen von 25 nm und weniger, hat AIXTRON im Geschäftsjahr 2014 einen Teil seiner Umsatzerlöse erzielt. Da AIXTRON hier einen Nischenmarkt bedient, werden Aussagen zum Anteil am Gesamtmarkt derzeit als nicht aussagekräftig betrachtet.

1.13. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Vorstand der AIXTRON SE setzt zur Steuerung des Unternehmens und zur Überwachung, Analyse und Dokumentation von Unternehmensrisiken und -chancen bestimmte Kontrollsysteme und -verfahren ein. Dazu gehört ein Kennzahlensystem, das die relevanten Geschäftsbereiche umfasst. Ein besonderer Fokus liegt hier auf den Steuerungsbereichen „Markt", „Finanzen" und „Technologieentwicklung".

Im Kontrollbereich „Markt" verfolgt AIXTRON eine marktorientierte Produktentwicklungsstrategie unter Zuhilfenahme externer Analysen und direkter Kundenkontakte. Die Produktentwicklungsstrategie ist gekennzeichnet durch die sorgfältige Beobachtung künftiger Marktentwicklungen und Kundenanforderungen. Das Ziel dieser Strategie ist es, rechtzeitig neue, wettbewerbsfähige und auf die Kundenbedürfnisse abgestimmte Produktgenerationen auf den Markt zu bringen.

Im Kontrollbereich „Finanzen" verwendet der Vorstand verschiedene interne und externe finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren wie Auftragseingänge, Umsatzerlöse, Margenbeiträge (Produktrohmargen), Betriebsergebnis und Free Cash Flow. Produktspezifische Finanzkennzahlen werden in individuellen Businessplänen zusammengefasst. Mithilfe dieser Kennzahlen wird das Ziel verfolgt, profitables Umsatzwachstum mit Kosten und Vermögenseffizienz zu verbinden, um so eine nachhaltige Wertsteigerung zu erzielen.

Den Kontrollbereich „Technologieentwicklung" prüft der Vorstand mit Hilfe interner und externer Kennzahlen, um die Projektfortschritte wesentlicher Forschungs- und Entwicklungsprojekte überwachen zu können. Er überprüft regelmäßig die Einhaltung von Projektplänen, Zielvorgaben und Meilensteinen („Quality Gates"), wie zum Beispiel Kosten-, Zeit-, Qualitäts- und Margenziele. Nach Einführung der Produkte werden beispielsweise die Entwicklung der Umsatzerlöse und Margenprofile überwacht. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass Technologieentwicklungen immer den erforderlichen technischen, aber auch den Marktansprüchen gerecht werden.

1.14. Rechtliche Rahmenbedingungen

Aufgrund der Klassifizierung der AIXTRON Produkte ist es in Deutschland, Großbritannien und den USA gesetzlich vorgeschrieben, eine Exportlizenz (beispielsweise vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, BAFA, in Deutschland, vom „Department for Business, Innovation and Skills" in Großbritannien sowie vom „Department of State" und „Department of Commerce" in den USA) für die Lieferung bestimmter Produkte in bestimmte Länder zu beantragen.

Im Rahmen der Forschung und Entwicklung wie auch in der Produktion und bei der Vorführung von Anlagen werden möglicherweise gesundheitsgefährdende oder radioaktive Materialien verwendet. Daher ist AIXTRON strengen Umwelt- und Sicherheitsbestimmungen (wie beispielsweise Betriebssicherheitsverordnungen, Gefahrstoffverordnungen, Arbeitsschutzgesetze oder Arbeitsstättenrichtlinien) unterworfen.

Das Unternehmen unterliegt auch den Regelungen der amerikanischen Börsengesetzgebung sowie den Vorschriften des Sarbanes-Oxley Acts von 2002 und des Dodd Frank-Acts von 2010. AIXTRON unterliegt weiteren Bestimmungen, wie beispielsweise dem US-Korruptionsschutzgesetz und dem UK Bribery Act in Bezug auf das Führen von Büchern und Aufzeichnungen zur Verhinderung von Bestechung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Weltwirtschaft

Als Investitionsgüterhersteller ist der AIXTRON Konzern von der Entwicklung des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds insofern betroffen, als diese sich auf die eigenen Lieferanten und Herstellungskosten sowie auf die Absatzmöglichkeiten und damit auch die Investitionsbereitschaft seiner Kunden auswirkt.

Die Entwicklung der Weltwirtschaft verlief auch im Jahr 2014 weiterhin in mäßigem Tempo und regional unausgewogen. Unter anderem war die wirtschaftliche Erholung des Euroraums schwächer als ursprünglich erwartet und viele Schwellen- und Entwicklungsländer, einschließlich China, haben generell mit einem nachlassenden Wachstumspotenzial zu kämpfen. Der starke Ölpreisverfall zum Jahresende 2014 hat zusätzlichen Druck auf viele Erdöl exportierende Länder, insbesondere auf die Schwellenländer, ausgelöst. Darüber hinaus bestehen zunehmende Risiken für die Weltwirtschaft aus den geopolitischen Konflikten in Europa und dem Nahen Osten. Insbesondere die Wirtschaftssanktionen gegen Russland wirken sich bereits negativ auf das europäische und weltweite Wirtschaftswachstum aus. Gleichzeitig weist die US-Wirtschaft ein starkes und robustes Wachstum auf, so dass die amerikanische Notenbank die langsame Straffung ihrer Geldpolitik weiter fortgesetzt und ihre Anleihekäufe auslaufen lässt. Insgesamt geht der Internationale Währungsfonds (IWF) im Januar-Update seines World Economic Outlook davon aus, dass das weltweite Wirtschaftswachstum in 2014 weiterhin auf dem niedrigen Vorjahresniveau von 3,3% verharrt hat. Allerdings hatte dieses gedämpfte weltwirtschaftliche Umfeld keine besonderen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung von AIXTRON im Geschäftsjahr 2014.

Der US-Dollar-Wechselkurs bewegte sich im ersten Halbjahr 2014 in einer Spanne von 1,35 USD/EUR bis 1,40 USD/EUR. Erst im dritten Quartal 2014 konnte der US-Dollar deutlich an Stärke gewinnen. Diese Entwicklung ist insbesondere vor dem Hintergrund negativer Folgen des Ukrainekonflikts für die Wachstumsperspektiven in Europa und der nochmals expansiveren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank zu sehen, die damit zunehmend deflationäre Tendenzen in der Europäischen Union bekämpfen will. Auf der anderen Seite hat sich die US-Wirtschaft sehr positiv entwickelt, die Fed hat ihre Anleihekäufe zum Ende des Jahres 2014 beendet und es wird allgemein erwartet, dass sie im ersten Halbjahr 2015 auch wieder mit Zinserhöhungen beginnen wird. All dies wirkte sich im zweiten Halbjahr positiv auf den US-Dollar aus. Dementsprechend verbesserte sich der US-Dollar-Wechselkurs gegenüber dem Vorjahresschlusskurs von 1,377 USD/EUR deutlich um 12% auf 1,217 USD/EUR zum Jahresende 2014. Im Jahresdurchschnitt verwendete AIXTRON bei der Umrechnung der US-Dollar denominierten Umsätze und Kosten für das Geschäftsjahr 2014 einen Wechselkurs von 1,334 USD/EUR (Q1/2014: 1.37 USD/EUR; Q2/2014: 1.37 USD/EUR; Q3/2014: 1.34 USD/EUR; Q4/2014: 1.254 USD/EUR), der damit praktisch auf dem Niveau des Vorjahres lag (2013: 1,328 USD/EUR). Somit hatte die Wechselkursentwicklung im Geschäftsjahr 2014 keine nennenswerten Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage des AIXTRON Konzerns.

Der AIXTRON Vorstand wird die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte auch weiterhin analysieren und darauf aufbauend entscheiden, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um AIXTRON vor nachteiligen exogenen Einflüssen zu schützen.

2.2. Absatzmarkt für Halbleiteranlagen

2014 verzeichnete der gesamte Anlagenbau für die Elektroindustrie (Schätzung von Gartner Dataquest im Forecast: Semiconductor Manufacturing Equipment, Worldwide, 4Q14 Update, Dezember 2014) ein Wachstum von 2,3% und lag damit unter dem Niveau des weltweiten realen Wirtschaftswachstums in Höhe von 3,3% (wie vom IWF im Januar-Update des World Economic Outlook veröffentlicht).

Im Vergleich dazu stiegen die Investitionen im Teilbereich der Halbleiterindustrie 2014 um etwa 13%. Investitionen in der Unterkategorie der sogenannten Wafer-Fab-Anlagen, zu denen auch die Depositionsanlagen von AIXTRON gehören, erhöhten sich im Jahresvergleich um 16% (gemäß Gartner Dataquest, Dezember 2014). Der weltweite Markt für MOCVD-Anlagen, als Teilbereich der Wafer-Fab-Anlagen, sollte von ca. USD 325 Mio. im Jahr 2013 um 16% auf ca. USD 376 Mio. im Jahr 2014 gewachsen sein (gemäß Gartner Dataquest, Forecast: Semiconductor Manufacturing Equipment, Worldwide, 4Q14 Update, Dezember 2014).

Größter Umsatztreiber für AIXTRON war auch im Geschäftsjahr 2014 wieder der Verkauf von MOCVD-Systemen zur Herstellung von LEDs. Insgesamt erwirtschaftete AIXTRON in diesem Bereich 68% (2013: 39%; 2012: 48%) seiner gesamten Anlagenumsatzerlöse.

2.3. Der Absatzmarkt für LEDs

Nach einem im November 2014 veröffentlichten Bericht von IHS, einem unabhängigen Halbleiter-Marktforschungsunternehmen, sollte der Markt für Galliumnitrid basierte LEDs, die mit AIXTRONs Verbindungshalbleiteranlagen produziert werden können, gemessen in Stückzahlen in 2014 um 32% gestiegen sein. Laut Branchenexperten sind die LED-Preise im Jahresverlauf um 20-30% gefallen und werden voraussichtlich auch 2015 in ähnlicher Größenordnung rückläufig sein. Dementsprechend prognostizierte IHS ein Wachstum des Marktes für Galliumnitrid basierte LEDs um lediglich 7% von USD 17 Mrd. 2014 auf USD 18,2 Mrd. 2015.

Der anhaltende Rückgang der LED-Preise, politische Vorgaben und Anstrengungen seitens der Hersteller haben dazu beigetragen, dass die Akzeptanz von LED-Beleuchtungsanwendungen bei Handel, Industrie und Verbrauchern zunehmend an Dynamik gewinnt.

Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IHS (November 2014) soll der Weltmarkt für LEDs für die allgemeine Beleuchtung von 820 Millionen gelieferten Einheiten in 2014 auf 3,5 Milliarden gelieferte Einheiten in 2020 wachsen. Der Anteil LED-basierter Lampen am allgemeinen Beleuchtungsmarkt soll, unterstützt durch eine zunehmende Verfügbarkeit preislich und qualitativ attraktiver LED-Leuchtmittel, von 5% in 2014 auf 27% in 2020 steigen.

2.4. Ertragslage

2.4.1. Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich auf EUR 193,8 Mio. Damit waren sie um EUR 10,9 Mio. bzw. 6% höher als im Jahr 2013, in dem Umsatzerlöse in Höhe von EUR 182,9 Mio. (2012: EUR 227,8 Mio.) erwirtschaftet wurden. Ende September erhielt AIXTRON von der chinesischen San'an Optoelectronics Co., Ltd. einen Großauftrag über 50 AIX R6 MOCVD-Showerhead-Anlagen der neuesten Generation. Der Auftrag befindet sich in Bearbeitung und wird die Auftragseingänge und Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2015 und darüber hinaus beeinflussen. Die Anlagen-Umsätze in 2014 stiegen um 8% auf EUR 148,5 Mio. (2013: EUR 138,0 Mio.; 2012: EUR 176,9 Mio.), wobei die Nachfrage nach MOCVD-Anlagen zur Produktion von LEDs mit 68% des Anlagenumsatzes weiterhin den größten Umsatzbeitrag leisteten. 77% der Umsatzerlöse wurden durch den Verkauf von Anlagen erzielt (2012: 75%; 2012: 78%).

23% der Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr 2014 durch den Verkauf von Ersatzteilen und Serviceleistungen erzielt, deren Anteil um 2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert lag (2013: 25%; 2012: 22%), was hauptsächlich auf höhere Anlagenumsatzerlöse zurückzuführen ist. In absoluten Zahlen blieben die Umsatzerlöse mit Ersatzteilen und Serviceleistungen in 2014 mit EUR 45,3 Mio. weitestgehend stabil (2013: EUR 44,9 Mio.; 2012: EUR 50,9 Mio.).

Umsatzerlöse nach Anlagen, Ersatzteilen & Kundendienst 2014 2013 2012 2014-2013
  Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR %
Anlagen-Umsatzerlöse 148,5 77 138,0 75 176,9 78 10,5 8
Sonstige Umsatzerlöse (Kundendienst, Ersatzteile etc.) 45,3 23 44,9 25 50,9 22 0,4 1
Gesamt 193,8 100 182,9 100 227,8 100 10,9 6

Mit 83% entfiel weiterhin der Hauptanteil der gesamten Umsatzerlöse in 2014 auf die Nachfrage von Kunden aus Asien und lag damit um 5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert (2013: 78%; 2012: 78%). Der europäische Umsatzanteil im Geschäftsjahr 2014 betrug 13% (2013: 13%; 2012: 9%), die restlichen 4% der Umsatzerlöse wurden in Amerika erwirtschaftet (2013: 9%; 2012: 13%).

Umsatzerlöse nach Regionen 2014 2013 2012 2014-2013
  Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR %
Asien 160,2 83 141,8 78 177,4 78 18,4 13
Europa 25,2 13 24,2 13 21,4 9 1,0 4
Amerika 8,4 4 16,9 9 29,0 13 -8,5 -50
Gesamt 193,8 100 182,9 100 227,8 100 10,9 6

2.4.2. Ergebnisentwicklung

Kostenstruktur
2014 2013 2012 2014-2013
(in EUR Millionen) Geschäftsjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr
    % Umsatz   % Umsatz   % Umsatz   %
Herstellungskosten 152,3 79 190,3 104 227,4 100 -38,0 -20
Bruttoergebnis 41,5 21 -7,4 -4 0,4 0 48,9 n. a.
Betriebsaufwendungen 99,8 52 88,4 48 132,8 58 11,4 13
Vertriebskosten 16,0 8 29,0 16 34,8 15 -13,0 -45
Allgemeine Verwaltungskosten 19,3 10 18,2 10 19,6 9 1,1 6
Forschungs- und Entwicklungskosten 66,7 34 57,2 31 72,9 32 9,5 17
Sonstige betriebliche (Erträge) und Aufwendungen, netto -2,2 -1 -16,0 -9 5,5 2 13,8 86
Herstellungskosten

Die Herstellungskosten verringerten sich im Jahresvergleich in absoluten Zahlen um 20% oder EUR 38 Mio. von EUR 190,3 Mio. im Geschäftsjahr 2013 auf EUR 152,3 Mio. im Geschäftsjahr 2014 (2012: EUR 227,4 Mio.). Die Herstellungskosten in 2014 enthielten ebenfalls Wertberichtigungen auf Vorräte sowie Anlaufkosten für neue Produkte. Jedoch waren die Sondereffekte in Herstellungskosten des Geschäftsjahres 2013, die hauptsächlich aus Wertberichtigungen auf Vorräte bestanden, mit EUR 35,2 Mio. wesentlich höher als die oben beschriebenen Effekte. So sanken die Herstellungskosten im Geschäftsjahr 2014 auch im Verhältnis zum Umsatz auf 79% (2013: 104%; 2012: 100%).

Bruttoergebnis, Bruttomarge

Vor dem Hintergrund der zuvor beschriebenen Sondereinflüsse in den Vorjahreszahlen verbesserte sich das Bruttoergebnis der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2014 auf EUR 41,5 Mio. (2013: EUR -7,4 Mio.; 2012: EUR 0,4 Mio.), was einer Bruttomarge von 21% entspricht (2013: -4%; 2012: 0%).

Betriebsaufwendungen

Die Betriebsaufwendungen lagen mit EUR 99,8 Mio. trotz höherer F&E-Aufwendungen und zusätzlicher Restrukturierungskosten unter dem angestrebten Wert von EUR 100 Mio.

Folgende Einzeleffekte sind dabei zu berücksichtigen:

Aufgrund einer geringeren Quote volumenabhängiger Kosten sanken die Vertriebskosten im Geschäftsjahr 2014 im Jahresvergleich um 45% auf EUR 16,0 Mio. (2013: EUR 29,0 Mio.; 2012: EUR 34,8 Mio.). Im Verhältnis zum Umsatz gingen die Vertriebskosten auf 8% (2013: 16%; 2012: 15%) zurück.

Projektbedingt stiegen die allgemeinen Verwaltungskosten im Geschäftsjahr 2014 in absoluten Zahlen leicht um 6% auf EUR 19,3 Mio. und blieben prozentual gesehen stabil bei 10% vom Umsatz (2013: EUR 18,2 Mio. oder 10% vom Umsatz; 2012: EUR 19,6 Mio. oder 9% vom Umsatz).

F&E-Eckdaten 2014 2013 2012 2014-2013
F&E-Aufwendungen (in Mio. EUR) 66,7 57,2 72,9 17%
F&E-Aufwendungen als % der Umsatzerlöse 34 31 32
F&E-Mitarbeiter (Durchschnitt Berichtszeitraum) 285 297 337 -4%
F&E-Mitarbeiter als % der gesamten Belegschaft (Durchschnitt Berichtszeitraum) 36 35 34

Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich um 17% von EUR 57,2 Mio. in 2013 (2012: EUR 72,9 Mio.) auf EUR 66,7 Mio. in 2014. Hierin spiegelt sich ebenso das Bekenntnis der Gesellschaft zu kontinuierlicher Innovation wider wie die Vorlaufkosten im Zusammenhang mit der Markteinführung der neuen AIX R6 MOCVD-Anlagengeneration und die Entwicklungsfortschritte im Bereich OLED. Investitionen in Forschung & Entwicklung werden sehr zielgerichtet auf spezifische Wachstumsfelder wie OLED, Hochleistungselektronik und Prozessortechnologie fokussiert und fortlaufend kontrolliert.

Personalkosten 2014 2013 2012 2014-2013
  Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR %
Herstellungskosten 22,3 25,7 30,9 -3,4 -13
Vertriebs- und Verwaltungskosten 16,1 17,8 19,3 -1,7 -10
Forschungs- und Entwicklungskosten 28,1 24,0 30,9 4,1 17
Gesamt 66,5 67,5 81,1 -1,0 -2,0

Da der weltweite Stellenabbau im Jahr 2013 vorwiegend nicht vor der zweiten Jahreshälfte wirksam wurde, verringerte sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl des Konzerns nochmals von 847 in 2013 auf 785 in 2014 (2012: 983). Dies führte auch zu einem Rückgang der Personalkosten um 2% auf EUR 66,5 Mio. gegenüber EUR 67,5 Mio. in 2013 (2012: EUR 81,1 Mio.) unter anderem wegen eines weiteren Abbaus von rund 60 Stellen, der im Dezember 2014 angekündigt wurde,enthalten die Personalkosten im Geschäftsjahr 2014 auch Restrukturierungskosten in Höhe von EUR 5,8 Mio. (2013; 5,2 Mio.; 2012: 5,1 Mio.). Absolut betrachtet stieg die Zahl der Beschäftigten von 776 zum 31. Dezember 2013 auf 789 zum 31. Dezember 2014 (31. Dezember 2012: 964).

Die saldierten sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen resultierten im Geschäftsjahr 2014 in einem betrieblichen Ertrag in Höhe von EUR 2,2 Mio. (2013: EUR 16,0 Mio. Ertrag, inkl. Versicherungsleistungen; 2012: EUR 5,5 Mio. Aufwand).

Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein saldierter Währungsaufwand in Höhe von EUR 0,3 Mio. (2013: EUR 0,5 Mio. Ertrag; 2012: EUR 6,9 Mio. Aufwand) gebucht. Diese resultierten aus Währungs- und Umrechnungsdifferenzen.

In 2014 erhaltene Zuschüsse für Forschung und Entwicklung wurden als „sonstige betriebliche Erträge“ in Höhe von EUR 1,8 Mio. (2013: EUR 2,5 Mio.; 2012: EUR 2,7 Mio.) gebucht.

Mit EUR 99,8 Mio. lagen die Betriebsaufwendungen im Geschäftsjahr 2014 über dem Vorjahreswert von EUR 88,4 Mio. (2012: EUR 132,8 Mio.), was hauptsächlich auf die zuvor beschriebenen Sondereffekte in 2013 zurückzuführen ist, die 2014 nicht in gleichem Maße auftraten. Bezogen auf die Umsatzerlöse lagen die Betriebsaufwendungen in 2014 mit 52% um 4 Prozentpunkte über dem Vergleichswert von 48% in 2013 (2012: 58%).

Betriebsergebnis (EBIT)

Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich im Jahresvergleich um EUR 37,4 Mio. und belief sich im Geschäftsjahr 2014 insgesamt auf EUR -58,3 Mio. (2013: EUR -95,7 Mio.; 2012: EUR -132,3 Mio.). Daraus resultierte eine EBIT-Marge von -30% (2013: -52%; 2012: 58%). Diese positive Entwicklung ist trotz höherer F&E Aufwendungen im Geschäftsjahr 2014 auf die in den Vorjahreszahlen enthaltenen höheren Sondereffekte zurückzuführen

Ergebnis vor Steuern

Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 38,1 Mio. von EUR -95,2 Mio. in 2013 (2012: EUR -129,9 Mio.) auf EUR -57,1 Mio. in 2014. Dabei wurde ein Nettozinsertrag in Höhe von EUR 1,2 Mio. erzielt (2013: EUR 0,5 Mio.; 2012: EUR 2,3 Mio.).

Zinsen und Steuern 2014 2013 2012 2014-2013
  Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR %
Zinsergebnis 1,2 0,5 2.3 0,7 140
Zinsertrag 1,2 0,8 2.3 0,4 50
Zinsaufwendung 0,0 -0,3 0.0 0,3 -100
Ertragsteueraufwand -5,4 -5,8 -15.5 0,4 -7

Im Geschäftsjahr 2014 wies AIXTRON einen landesspezifischen Ertragsteueraufwand in Höhe von EUR -5,4 Mio. aus (2013: Ertragsteueraufwand von EUR -5,8 Mio.; 2012: Ertragsteueraufwand von EUR -15,5 Mio.). Auf im Geschäftsjahr 2014 entstandene Verlustvorträge in Höhe von EUR 129,5 Mio. wurden keine latenten Steuerforderungen aktiviert (2013: EUR 88,7 Mio.; 2012: EUR 90,9 Mio.).

Netto-Konzernergebnis

Das Nettoergebnis des AIXTRON Konzerns im Geschäftsjahr 2014 betrug EUR -62,5 Mio. bzw. -32% der Umsatzerlöse gegenüber EUR -101,0 Mio. bzw. -55% der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2013 (2012: EUR -145,4 Mio. bzw. -64% vom Umsatz).

Nettoergebnis AIXTRON SE - Ergebnisverwendung

Die Muttergesellschaft des AIXTRON Konzerns, die AIXTRON SE, hat im Geschäftsjahr 2014 nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) einen Bilanzverlust in Höhe von EUR -53,6 Mio. erzielt (2013: EUR -1,1 Mio. Bilanzverlust; 2012: EUR -51,6 Mio. Bilanzverlust).

Wie im Vorjahr werden Vorstand und Aufsichtsrat der AIXTRON SE der Hauptversammlung vorschlagen, den Bilanzverlust des Geschäftsjahres 2014 auf neue Rechnung vorzutragen. Wie schon für das Geschäftsjahr 2013 soll auch für das Geschäftsjahr 2014 keine Dividende ausgeschüttet werden (2012: keine Dividende).

2.4.3. Auftragsentwicklung

Anlagen-Aufträge 2014 2013 2012 2014-2013
(in Millionen EUR)       Mio. EUR %
Anlagen-Auftragseingang 153,4 133,2 131,4 20,2 15
Anlagen-Auftragsbestand (Periodenende) 65,2 59,6 79,4 5,6 9

Aufgrund interner Vorschriften wurden in 2014 erhaltene US-Dollar basierte Auftragseingänge und Auftragsbestände jeweils zum Jahres-Budgetkurs von 1,35 USD/EUR umgerechnet (2013: USD/EUR 1,30; 2012: USD/EUR 1,40).

Hauptsächlich aufgrund gestiegener Nachfrage von LED Chip Herstellern, lag der Anlagen-Auftragseingang im Geschäftsjahr 2014 mit EUR 153,4 Mio. um insgesamt EUR 20,2 Mio. oder 15% über dem Vorjahreswert von EUR 133,2 Mio. (2012: EUR 131,4 Mio.). Der Auftragseingang in 2014 wurde nicht durch den zuvor genannten Großauftrag von 50 Anlagen beeinflusst, was im Einklang mit AIXTRONs strengen internen Bedingungen für die Erfassung von Aufträgen im Auftragseingang und –bestand steht. Wegen des vereinbarten und laufenden Qualifizierungsprozesses werden die entsprechenden Auftragseingänge erst zusammen mit vom Kunden bestätigten Lieferdaten und der Verfügbarkeit der benötigten Lieferdokumente erfasst werden. Die Buchung des Großauftrags wird in Q1/2015 beginnen.

Der gesamte Anlagen-Auftragsbestand zum 31. Dezember 2014 lag mit EUR 65,2 Mio. um 9% über dem Vorjahresbestand von EUR 59,6 Mio. (31. Dezember 2012: EUR 79,4 Mio.) und um 12% über dem Anfangsbestand von EUR 58,1 Mio. Zum 1. Januar 2015 wurde dieser Bestand mit dem Budgetkurs für 2015, d. h. mit 1,25 USD/EUR neu bewertet, woraus ein Anfangsbestand für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von EUR 69,0 Mio. resultierte.

Im Rahmen eines strengen internen Vorsichtsprinzips hat AIXTRON klare interne Bedingungen definiert, die für die Erfassung von Aufträgen im Auftragseingang und Auftragsbestand erfüllt sein müssen. Diese Bedingungen umfassen die folgenden Anforderungen:

  1. das Vorliegen einer festen schriftlichen Bestellung,
  2. den Eingang der vereinbarten Anzahlung,
  3. die Verfügbarkeit aller für die Lieferung benötigten Dokumente,
  4. die Vereinbarung eines vom Kunden bestätigten Lieferdatums.

Darüber hinaus und als Ausdruck der aktuellen Marktbedingungen behält sich der Vorstand das Recht vor, zu prüfen, ob die tatsächliche Umsetzung jedes Auftrags innerhalb eines angemessenen Zeitraums nach Meinung des Vorstands auch hinreichend wahrscheinlich ist. Wenn der Vorstand im Rahmen dieser Prüfung zu dem Schluss kommt, dass die Realisierung eines Umsatzes einer Produktionsanlage hinreichend wahrscheinlich oder mit einem inakzeptabel hohen Risiko behaftet ist, wird das Management diesen spezifischen Auftrag, oder einen Teil dieses Auftrags, in den Auftragseingang aufnehmen bzw. so lange von der Erfassung als Auftragseingang und Auftragsbestand ausschließen, bis das Risiko auf ein vertretbares Maß gesunken ist. Die Erfüllung der oben genannten Mindestanforderungen 1 - 4 wäre hierbei nicht entscheidend.

2.5. Finanzlage

2.5.1. Finanzmanagement

AIXTRON verfügt über ein zentrales Finanzmanagement für die globale Liquiditätssteuerung und das Zins- und Währungsmanagement.

Aufgrund der Dynamik der Halbleiterindustrie ist ein ausreichender Bestand an liquiden Mitteln erforderlich, um eine mögliche Geschäftsausweitung schnell finanzieren zu können. Der laufende Finanzmittelbedarf von AIXTRON wird im Allgemeinen durch Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit gedeckt. Zur Sicherung der weiteren Unternehmensfinanzierung und zur Unterstützung der unverzichtbaren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, kann das Unternehmen auf eine starke Eigenkapitalbasis zurückgreifen. Zusätzlich hat die Hauptversammlung entsprechende Beschlüsse gefasst, die AIXTRON, falls erforderlich und unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den Aufsichtsrat erlauben, Finanzinstrumente am Kapitalmarkt zu emittieren, um zusätzlichen Kapitalbedarf zu decken.

AIXTRON erlöst einen wesentlichen Teil seiner Umsätze in Fremdwährungen, d.h. in anderen Währungen als dem Euro. Die für AIXTRON vorherrschende Fremdwährung ist der US-Dollar. Ungünstige Kursentwicklungen, insbesondere zwischen US-Dollar und Euro, beeinflussen die von AIXTRON erzielten Ergebnisse negativ. Zur Absicherung des Wechselkursrisikos prüft die Gesellschaft regelmäßig, inwiefern Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen werden. Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen.

2.5.2. Finanzierung

Das Grundkapital der AIXTRON SE betrug zum 31. Dezember 2014 EUR 112.694.555 (31. Dezember 2013: EUR 112.613.445; 31. Dezember 2012: EUR 101.975.023). Es ist eingeteilt in 112.694.555 auf den Namen lautende Stammaktien ohne Nennbetrag mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie. Alle Aktien sind vollständig eingezahlt. AIXTRON unterhält ein Programm zum Handel von American Depositary Shares (ADS) an der US-Technologiebörse NASDAQ. Eine ADS entspricht dabei einer auf den Namen lautenden Stammaktie der AIXTRON SE.

Den Vorstandsmitgliedern und Mitarbeitern wird über mehrere Aktienoptionsprogramme die Möglichkeit einer Beteiligung am Grundkapital der Gesellschaft unter speziellen Bedingungen ermöglicht. Im Geschäftsjahr 2014 wurden insgesamt 81.110 Aktienoptionen (2013: 415.289 Optionen; 2012: 185.496 Optionen) ausgeübt und 81.110 Stammaktien bezogen. Im Geschäftsjahr 2014 wurden aus dem 2012er Aktienoptionsprogramm 1.150.400 Aktienoptionen ausgegeben (2013: 0; 2012: 31.000).

AIXTRON Stammaktien 31. Dez 14 Ausübung Verfallen/Verwirkt Zuteilung 31. Dez 13
Bezugsrechte 3.291.896 81.110 437.095 1.150.400 2.659.701
unterliegende Aktien 3.521.639 81.110 831.086 1.150.400 3.283.435
AIXTRON ADS 31. Dez 14 Ausübung Verfallen/Verwirkt Zuteilung 31. Dez 13
Optionen 0 0 5.590 0 5.590
unterliegende Aktien 0 0 5.590 0 5.590

Eine ausführliche Beschreibung der verschiedenen AIXTRON Aktienoptionsprogramme sowie eine Zusammenfassung der durchgeführten Transaktionen befinden sich in Anmerkung 23 „Aktienbasierte Vergütungen“ des Konzern-Anhangs.

Zum 31. Dezember 2014 bestanden bei AIXTRON, wie zu den beiden Vorjahresstichtagen, keine Bankverbindlichkeiten.

Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2014 betrug 78% gegenüber 83% am 31. Dezember 2013 (31. Dezember 2012: 84%), was im Wesentlichen auf den Nettoverlust des abgelaufenen Geschäftsjahres zurückzuführen ist.

Aufgrund des negativen Nettoergebnisses im Geschäftsjahr 2014 belief sich die Eigenkapitalrendite ROE (Konzernjahresergebnis zu Durchschnitt aus Jahresanfangs- und Jahresendwert des Eigenkapitals) auf -15% (2013: -22%; 2012: -26%).

Zur Finanzierung der zukünftigen Geschäftsentwicklung untersucht das Unternehmen auch weiterhin regelmäßig zusätzliche Möglichkeiten der Mittelbeschaffung.

2.5.3. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2014 tätigte AIXTRON Investitionen in Höhe von insgesamt EUR 13,4 Mio. (2013: EUR 10,1 Mio.; 2012: EUR 16,5 Mio.).

EUR 12,6 Mio. (2013: EUR 9,6 Mio.; 2012: EUR 15,8 Mio.) wurden im Geschäftsjahr 2014 in Sachanlagen (einschließlich Test- und Laboreinrichtungen, wie etwa den OLED F&E-Cluster) investiert. Die verbleibenden EUR 0,8 Mio. (2013: EUR 0,5 Mio.; 2012: EUR 0,7 Mio.) betrafen immaterielle Vermögenswerte, einschließlich Softwarelizenzen.

Investitionen im Geschäftsjahr 2015 werden ebenfalls hauptsächlich auf Test- und Laboreinrichtungen entfallen.

Der Anstieg der Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von mindestens drei Monaten um EUR 9,9 Mio. war in 2014 als Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit auszuweisen. Im Vorjahr wurde ein Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von EUR 30,4 Mio. ausgewiesen.

Sämtliche Investitionen der Geschäftsjahre 2014, 2013 und 2012 wurden aus dem operativen Cash Flow und verfügbaren liquiden Mitteln getätigt.

2.5.4. Liquidität

Der Bestand an liquiden Mitteln inklusive kurzfristiger Finanzanlagen (Bankeinlagen, vornehmlich in Euro, mit einer Laufzeit von mindestens drei Monaten, siehe auch „Investitionen“) verringerte sich zum 31. Dezember 2014 um 12% oder EUR 38,2 Mio. auf EUR 268,1 Mio. (EUR 116,6 Mio. + EUR 151,5 Mio.) (31. Dezember 2013: EUR 306,3 Mio. (EUR 167,5 Mio. + EUR 138,9 Mio.); 31. Dezember 2012: EUR 209,5 Mio. (EUR 99,7 Mio. + EUR 109,8 Mio.)).

Faktoren, die den Bestand an liquiden Mitteln zum Jahresende 2014 unter anderem verringerten, stammen insbesondere aus dem negativen Nettoergebnis (EUR -62,5 Mio.), den oben genannten Investitionen und dem Aufbau des Vorratsbestandes. Dieser Mittelabfluss konnte durch gestiegene erhaltene Kundenanzahlungen nur teilweise ausgeglichen werden.

Der Zugriff auf die liquiden Mittel der Gesellschaft unterliegt keinen Beschränkungen.

2.6. Vermögenslage

2.6.1. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen verringerte sich durch Abschreibungen leicht von EUR 79,9 Mio. zum 31. Dezember 2013 auf EUR 77,3 Mio. zum 31. Dezember 2014 (31. Dezember 2012: EUR 97,6 Mio.).

2.6.2. Geschäfts- und Firmenwert

Der bilanzierte Geschäfts- und Firmenwert blieb zum 31. Dezember 2014 weitgehend stabil bei EUR 64,8 Mio. (31. Dezember 2013: 64,1 Mio.; 31. Dezember 2012: EUR 64,3 Mio.) und war nur minimal durch Wechselkursänderungen beeinflusst. Zugänge bzw. außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte wurden in den Geschäftsjahren 2012 bis 2014 nicht vorgenommen.

2.6.3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die bilanzierten sonstigen immateriellen Vermögenswerte verringerten sich von EUR 3,1 Mio. zum 31. Dezember 2013 (31. Dezember 2012: EUR 4,2 Mio.) auf EUR 2,5 Mio. zum 31. Dezember 2014. Diese Entwicklung ist, wie schon in den Geschäftsjahren 2013 und 2012, im Wesentlichen auf planmäßige Abschreibungen die über den getätigten Investitionen lagen, zurückzuführen.

2.6.4. Vorräte

Der Vorratsbestand, inklusive Rohstoffe, unfertige und fertige Erzeugnisse, nahmen um 23% von EUR 66,2 Mio. zum 31. Dezember 2013 auf EUR 81,7 Mio. zum 31. Dezember 2014 (31. Dezember 2012: EUR 126,0 Mio.) zu. Dies ist hauptsächlich auf den Materialbedarf für neue MOCVD-Anlagen zurückzuführen, inkl. im Bau befindlicher Anlagen für erhaltene Aufträge und Ersatzteilen zur Erhöhung der Servicelevels.

2.6.5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben im Wesentlichen stabil bei einem weiterhin verhaltenen Geschäftsverlauf (31. Dezember 2013: EUR 27,7 Mio.; 31. Dezember 2012: EUR 37,3 Mio.) und lagen zum 31. Dezember 2014 bei EUR 26,3 Mio.

2.6.6. Verbindlichkeiten und Rückstellungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im Zusammenhang mit dem Vorratsaufbau im Vorjahresvergleich um 22% auf EUR 16,4 Mio. (31. Dezember 2013: EUR 13,5 Mio.; 31. Dezember 2012: EUR 9,7 Mio.). Die kurzfristigen Rückstellungen verringerten sich von EUR 32,1 Mio. zum 31. Dezember 2013 auf EUR 28,1 Mio. zum 31. Dezember 2014 (31. Dezember 2012: EUR 28,2 Mio.). Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die Verwendung zuvor gebildeter Rückstellungen als auch die Verringerung neu gebildeter Rückstellungen, die aus Prozessoptimierungen im Rahmen des 5-Punkte-Programms resultieren, zurückzuführen. Die erhaltenen Kundenanzahlungen stiegen von EUR 46,2 Mio. zum 31. Dezember 2013 um EUR 20,8 Mio. auf EUR 67,0 Mio. zum 31. Dezember 2014 (31. Dezember 2012: EUR 46,0 Mio.) und wurden durch die Vorauszahlungen des oben genannten Großauftrags beeinflusst.

2.7. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Im Geschäftsjahr 2014 verfolgte AIXTRON konsequent seine Strategie, in neue Zukunftsmärkte wie Depositionstechnologien für Hochleistungselektronik, OLED, Speicherchips, Logikbausteine und Nanokarbon-Materialien, einschließlich Graphen, zu investieren. Das Unternehmen verzeichnet in all diesen Bereichen Interesse und Nachfrage seitens der Kunden.

Die Nachfrage nach LED-Chips steigt aufgrund der zunehmenden Verbreitung der LED-Technologie im Beleuchtungsmarkt und der starken Nachfrage nach LEDs für Bildschirme weiter an, was sich in hohen Auslastungsraten bei den LED-Herstellern widerspiegelt. Die Nachfrage nach LED-Produktionsanlagen ist ebenfalls gestiegen.

Mit der AIX R6 hat AIXTRON seine neue MOCVD-Showerhead-Anlagengeneration auf den Markt gebracht. Die Anlage ist speziell auf die Kundenanforderung nach geringeren Betriebskosten ausgerichtet, da diese sich in sehr wettbewerbsintensiven Märkten bewegen. Ende September erhielt AIXTRON einen Großauftrag der chinesischen San'an Optoelectronics Co., Ltd. über 50 dieser AIX R6 Anlagen. Der Auftrag befindet sich in Bearbeitung und wird die Auftragseingänge und Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2015 und darüber hinaus beeinflussen. Neben der Abwicklung dieses Auftrags positioniert AIXTRON die Anlage auch bei anderen Kunden im Markt. Der Vorstand geht davon aus, dass die Leistungsfähigkeit der neuen AIX R6 Anlage, inklusive höherem Durchsatz und geringeren Betriebskosten, ein höheres Preisniveau ermöglichen wird. Effizienz- und Produktivitätsverbesserungen in der Serienfertigung werden eine konsistente Reduzierung der Herstellungskosten ermöglichen, was die niedrigeren Bruttomargen während der Produktionsanlaufphase verbessert. Die neue AIX R6 Anlage befindet sich derzeit bei mehreren Kunden im Qualifizierungsprozess für die Massenproduktion. Der Vorstand geht davon aus, dass die Dauer dieses Prozesses von Kunde zu Kunde, je nach den individuellen Spezifizierungskriterien und den vorhandenen Erfahrungen mit der AIXTRON Showerhead Technologie, variieren kann.

Nach einem verhaltenen ersten Halbjahr 2014 hat sich die Nachfrage nach AIXTRONs QXP Anlagen für die Produktion von DRAM-Speicherchips in der zweiten Jahreshälfte wieder erholt und damit den Anfang eines erwarteten Aufwärtstrends markiert.

Darüber hinaus wurden deutliche Fortschritte in der OLED Depositionstechnologie erzielt. Der OLED F&E-Cluster wurde in Betrieb genommen und hat erfolgreich erste Kundendemonstrationen absolviert, die AIXTRONs Leistungsfähigkeit in diesem Bereich unter Beweis stellen. Derzeit wird auch die Gen8 Demonstrationsanlage installiert, die die Skalierbarkeit der organischen Depositionstechnologie auf sehr großflächige Substrate belegen soll.

Parallel dazu führt AIXTRON sein 5-Punkte-Programm fort, das insbesondere auf die weitere Senkung der Materialkosten, sowie auf Effizienzsteigerungen bei den Prozessen in der Lieferkette, in der Serviceorganisation und der Produktion abzielt. Als unterstützende Maßnahme dazu hat AIXTRON einen weiteren Personalabbau um rund 60 Stellen oder 8% angekündigt, der die Verschiebungen in den regionalen und technologischen Anforderungen widerspiegelt. Gleichzeitig treibt AIXTRON seine Produktivitätsprogramme zur Optimierung der Kostenstrukturen in allen Unternehmensbereichen konsequent voran und erhält dabei die zielgerichteten Investitionen in den definierten Zukunftsgeschäftsfeldern weiter aufrecht.

Die Geschäftsentwicklung verlief weitestgehend wie erwartet und wird vom Vorstand als weiterhin nicht zufriedenstellend erachtet. Ausgehend von den erzielten Fortschritten bei AIXTRONs strategischen Vorhaben, bei den operativen Programmen und der Entwicklung neuer Produkte, ist der Vorstand davon überzeugt, dass die Gesellschaft sich auf einem guten Weg befindet, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.

Dabei verfügt die Gesellschaft weiterhin über eine gesunde Finanzierungsstruktur mit einem hohen Bestand an liquiden Mitteln und ohne jegliche Bankverbindlichkeiten.

3. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag 2014 sind keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung mit erheblichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage eingetreten.

4. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der AIXTRON SE zusammen und erläutert die Struktur sowie die Höhe der Vergütung. Die Offenlegung der Vergütung erfolgt für jedes Mitglied des Vorstands und des Aufsichtsrats individualisiert. Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und enthält Angaben nach den Erfordernissen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS). Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts.

4.1. Grundzüge des Vergütungssystems

4.1.1. Vorstand

Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems sowie der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit zuständig. Die Angemessenheit der Vergütungsbestandteile wird regelmäßig durch den Aufsichtsrat überprüft. Dabei wird auch darauf geachtet, dass sie nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der AIXTRON SE orientiert sich sowohl an der wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie den Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch an der üblichen Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen sowie an der Vergütungsstruktur, die ansonsten im Unternehmen gilt. Zusätzlich werden bei der Bemessung der Vergütung auch die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Erfahrung und persönliche Leistung sowie die langfristige Bindung an das Unternehmen berücksichtigt.

Das aktuell gültige Vergütungssystem wurde von der ordentlichen Hauptversammlung am 23. Mai 2013 gebilligt.

Die Vorstandsvergütung besteht derzeit aus drei Komponenten: einer festen Vergütung (einschließlich Sachbezügen und Zuschüssen für eine individuelle private Altersvorsorge), einem variablen Bonus und einer aktienbasierten Vergütung.

4.1.1.1. Feste Vergütung

Für die feste Vergütung ist im Vorstandsdienstvertrag ein Jahreseinkommen festgelegt. Das Fixum als erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich (13-mal pro Jahr) als Gehalt ausgezahlt. Hinzu kommen Sachbezüge, im Wesentlichen aus der Dienstwagenbenutzung sowie Zuschüsse für eine individuelle private Altersversorgung.

4.1.1.2. Variabler Bonus

Der nach oben begrenzte variable Bonus („Tantieme") für den gesamten Vorstand orientiert sich am Konzernjahresüberschuss. Er wird aus einem „Gesamttantiemetopf" gezahlt, der insgesamt bis zu 10 % des modifizierten Konzernjahresüberschusses, jedoch maximal EUR 6,5 Mio., ausmachen kann. Der modifizierte Konzernjahresüberschuss ergibt sich aus dem vom Abschlussprüfer testierten Konzernabschluss (IFRS) der Gesellschaft, vermindert um einen Konzernverlustvortrag und um Beträge, die nach Gesetz oder Satzung im Jahresabschluss der AIXTRON in Gewinnrücklagen einzustellen sind. Der Konzernverlustvortrag ergibt sich aus Konzernjahresfehlbeträgen aus Vorjahren, vermindert um Konzernjahresüberschüsse aus darauf folgenden Geschäftsjahren.

Die variable Vergütung – die aus dem dargestellten „Gesamttantiemetopf“ gezahlt wird – wird zur Hälfte in bar und zur Hälfte in Aktien geleistet. Der auf den Aktienanteil entfallende Betrag der Tantieme wird in eine ganze Zahl von Aktien der Gesellschaft umgerechnet und am dritten Bankarbeitstag nach der ordentlichen Hauptversammlung, im dritten Geschäftsjahr nach Gewährung, an das Vorstandsmitglied übertragen. Die Zahl der als Aktienanteil zu gewährenden Aktien wird dabei festgelegt nach dem Schlusskurs der Aktie am dritten Bankarbeitstag nach der ordentlichen Hauptversammlung, welcher der Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vorgelegt wird, für das die Tantieme gewährt wird. Der Aktienanteil wird aus eigenen Aktien der Gesellschaft bedient. Durch diese Vergütungsregelung nehmen die Vorstandsmitglieder während der mehrjährigen Wartefrist nicht nur an positiven, sondern auch an negativen Entwicklungen des Aktienkurses teil, so dass eine deutliche Ausrichtung der variablen Vergütungsbestandteile auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung gegeben ist.

4.1.1.3. Aktienbasierte Vergütung

Zusätzlich können die Mitglieder des Vorstands als variable Komponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter eine aktienbasierte Vergütung in Form von Optionsrechten aus den Aktienoptionsprogrammen der AIXTRON beziehen. Die Ermächtigungen zur Ausgabe von Aktienoptionen im Rahmen von Aktienoptionsprogrammen werden jeweils von der Hauptversammlung beschlossen. Die Anzahl der Optionsrechte für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Eine genaue Auflistung der ausstehenden Vorstandsoptionen sowie eine Zuordnung zu den einzelnen Aktienoptionsprogrammen und Tranchen finden sich weiter unten.

4.1.1.4. Regelungen bei Beendigung der Vorstandstätigkeit

Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Vorstandsmandats aufgrund Widerrufs der Bestellung erhält das Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages von der Gesellschaft voraussichtlich geschuldeten festen und variablen Bezüge, maximal jedoch in Höhe von zwei Jahresbezügen (Abfindungs-Cap). Über diese Abfindung hinausgehende Leistungen sind ausgeschlossen.

Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Vorstandsmandats aufgrund einer einvernehmlichen Aufhebung des Anstellungsvertrags darf der Gesamtwert der von der Gesellschaft im Rahmen einer solchen Vereinbarung gegenüber dem Vorstandsmitglied zugesagten Leistungen den Wert der Abfindung, den das Vorstandsmitglied bei Widerruf der Bestellung erhalten würde, unter Berücksichtigung des Abfindungs-Caps nicht überschreiten.

Bei Beendigung der Tätigkeit nach Kündigung des Vorstandsmitglieds wegen Vorliegens eines sogenannten „Change of Control“-Tatbestandes erhält das Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages von der Gesellschaft voraussichtlich geschuldeten festen und variablen Bezüge, maximal aber in Höhe des Abfindungs-Caps von zwei Jahresbezügen. Über diese Abfindung hinausgehende Leistungen sind ausgeschlossen. Ein „Change of Control“-Tatbestand im vorgenannten Sinne liegt vor, wenn ein Dritter oder eine Gruppe von Dritten, die ihre Anteile vertraglich zusammenlegen, um dann als ein Dritter aufzutreten, mehr als 50% des Grundkapitals der Gesellschaft direkt oder indirekt hält bzw. halten.

4.1.1.5. Sonstiges

Die derzeitigen Vorstandsmitglieder verfügen über keine individuellen Pensionszusagen, daher werden für sie keine Pensionsrückstellungen gebildet. Auch erhalten sie keine Kredite von der Gesellschaft.

4.1.2. Aufsichtsrat

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 17 der Satzung der AIXTRON SE geregelt. Danach beträgt die jährliche feste Vergütung für das einzelne Mitglied des Aufsichtsrats EUR 25.000, für den Vorsitzenden das Dreifache dessen und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache der Vergütung eines einfachen Aufsichtsratsmitglieds.

Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten als nach oben begrenzte variable Vergütung insgesamt 1% des Bilanzgewinns der Gesellschaft, vermindert um einen Betrag von 4% der auf das Grundkapital geleisteten Einlage. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 6/17, der stellvertretende Vorsitzende 3/17 und ein Mitglied des Aufsichtsrats 2/17 der variablen Vergütung. Die Höhe der variablen Vergütung wird auf das Vierfache der Festvergütung je Aufsichtsratsmitglied begrenzt. Ferner erhalten Ausschussmitglieder ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 2.000 für die Teilnahme an einer Ausschusssitzung; dabei erhält der Vorsitzende des Ausschusses das Dreifache dessen. Das Sitzungsgeld wird in der Summe pro Jahr je Aufsichtsratsmitglied auf das Eineinhalbfache der jeweiligen festen Vergütung dieser Person beschränkt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten vom Unternehmen keine Kredite.

4.1.3. D&O-Versicherung

Die Gesellschaft hat für alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine D&O-Versicherung abgeschlossen. In Übereinstimmung mit den durch das VorstAG geänderten Vorgaben des § 93 Abs. 2 AktG sowie der entsprechend angepassten Empfehlung in Nummer 3.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex gilt für alle Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats ein Selbstbehalt in Höhe von mindestens 10% des jeweils eingetretenen Schadens, jedoch maximal bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der jeweiligen festen jährlichen Vergütung.

4.2. Individualisierte Vergütungsstruktur

4.2.1. Vorstandsvergütung

Die Gesamtvorstandsbezüge im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich auf EUR 2.014.775 (2013: EUR 2.584.834; 2012: EUR 1.124.274). Die erfolgsunabhängige Vergütung des Vorstands (einschließlich Sachbezügen und Zuschüssen für Altersvorsorge) belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf insgesamt EUR 1.136.775 (2013: EUR 2.084.834; 2012: EUR 1.124.274). Herr Goetzeler erhielt eine vertraglich zugesicherte Tantieme in Höhe von EUR 500.000 welche zur Hälfte in bar und zur Hälfte in Aktien ausgezahlt wird. Der auf den Aktienanteil entfallende Anteil der Tantieme wird in eine ganze Zahl von Aktien der Gesellschaft umgerechnet und am dritten Bankarbeitstag nach der ordentlichen Hauptversammlung, im dritten Geschäftsjahr nach Gewährung, an das Vorstandsmitglied übertragen. Ein weiterer variabler Bonus wurde für das Geschäftsjahr 2014 nicht gezahlt. Dem Vorstand wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr jeweils 50.000 (Gesamt: 100.000) Optionsrechte (2013: 0; 2012: 0) zugeteilt.

Im Rahmen der einvernehmlichen Beendigung der Vorstandstätigkeit des bisherigen Finanzvorstands, Herrn Wolfgang Breme, zum 31. Mai 2014 hat Herr Breme nach Beendigung seiner Tätigkeit 13.000 Aktienoptionen ausgeübt. Die nicht ausgeübten Aktienoptionen sind ersatzlos verfallen.

4.3. Angaben gemäß Ziffer 4.2.5 DCGK

4.3.1. Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

Der Wert der den einzelnen im Geschäftsjahr 2014 amtierenden Mitgliedern des Vorstands nach DCGK gewährten Zuwendungen sowie die erreichbaren Minimal- und Maximalvergütungen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

Für die einjährige variable Vergütung ist den Anforderungen des DCGK entsprechend der Zielwert (d.h. der Wert bei einer Zielerreichung von 100%), der für das Berichtsjahr gewährt wird, angegeben. Die im Berichtsjahr gewährten mehrjährigen variablen Vergütungen sind nach den verschiedenen Plänen aufgeschlüsselt.

Tabelle vergrößern zoom

Gewährte Zuwendungen Martin Goetzeler Wolfgang Breme Dr. Bernd Schulte Paul Hyland
Vorsitzender des Vorstands Finanzvorstand Vorstandsmitglied Vorsitzender des Vorstands
Vorstand seit
1. März 2013
Vorstand vom 1. März 2005 bis 31. Mai 2014 Vorstand seit
7. März 2002
Vorstand vom 7. März 2002 bis 28. Februar 2013
2013 2014 2014 (min) 2014 (max) 2013 2014 2014 (min) 2014 (max) 2013 2014 2014 (min) 2014 (max) 2013 2014 2014 (min) 2014 (max)
Festvergütung 506.667 600.000 600.000 600.000 330.769 141.667 141.667 141.667 365.000 365.000 365.000 365.000 65.728 0 0 0
Leistungen aufgrund der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeiten 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 780.000 0 0 0
Nebenleistungen 11.063 13.104 13.104 13.104 10.745 4.477 4.477 4.477 12.527 12.527 12.527 12.527 2.335 0 0 0
Summe 517.730 613.104 613.104 613.104 341.514 146.144 146.144 146.144 377.527 377.527 377.527 377.527 848.063 0 0 0
Einjährige variable Vergütung 250.000 250.000 250.000 1.444.444 0 0 0 902.778 0 0 0 1.805.556 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 250.000 439.000 0 1.883.444 0 0 0 902.778 0 189.000 0 189.000 0 0 0 0
Aufgeschobene Anteile aus einjähriger variabler Vergütung 250.000 250.000 0 1.694.444 0 0 0 902.778 0 0 0 0 0 0 0 0
Aktienoptionsprogramm 2012 (Sperrfrist: 4 Jahre) 0 189.000 0 189.000 0 0 0 0 0 189.000 0 189.000 0 0 0 0
Aktienoptionsprogramm 2007 (Sperrfrist: 2 Jahre) 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aktienoptionsprogramm 2002 (Sperrfrist: 2 Jahre) 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Summe 500.000 689.000 250.000 3.327.889 0 0 0 1.805.556 0 189.000 0 1.994.556 0 0 0 0
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 1.017.730 1.302.104 863.104 3.940.993 341.514 146.144 146.144 1.951.699 377.527 566.527 377.527 2.372.082 848.063 0 0 0
Gewährte Zuwendungen Martin Goetzeler Wolfgang Breme Dr. Bernd Schulte Paul Hyland
Vorsitzender des Vorstands Finanzvorstand Vorstandsmitglied Vorsitzender des Vorstands
Vorstand seit
1. März 2013
Vorstand vom 1. März 2005 bis 31. Mai 2014 Vorstand seit
7. März 2002
Vorstand vom 7. März 2002 bis 28. Februar 2013
2013 2014 2014 (min) 2014 (max) 2013 2014 2014 (min) 2014 (max) 2013 2014 2014 (min) 2014 (max) 2013 2014 2014 (min) 2014 (max)
Festvergütung 506.667 600.000 600.000 600.000 330.769 141.667 141.667 141.667 365.000 365.000 365.000 365.000 65.728 0 0 0
Leistungen aufgrund der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeiten 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 780.000 0 0 0
Nebenleistungen 11.063 13.104 13.104 13.104 10.745 4.477 4.477 4.477 12.527 12.527 12.527 12.527 2.335 0 0 0
Summe 517.730 613.104 613.104 613.104 341.514 146.144 146.144 146.144 377.527 377.527 377.527 377.527 848.063 0 0 0
Einjährige variable Vergütung 250.000 250.000 250.000 1.444.444 0 0 0 902.778 0 0 0 1.805.556 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 250.000 439.000 0 1.883.444 0 0 0 902.778 0 189.000 0 189.000 0 0 0 0
Aufgeschobene Anteile aus einjähriger variabler Vergütung 250.000 250.000 0 1.694.444 0 0 0 902.778 0 0 0 0 0 0 0 0
Aktienoptionsprogramm 2012 (Sperrfrist: 4 Jahre) 0 189.000 0 189.000 0 0 0 0 0 189.000 0 189.000 0 0 0 0
Aktienoptionsprogramm 2007 (Sperrfrist: 2 Jahre) 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aktienoptionsprogramm 2002 (Sperrfrist: 2 Jahre) 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Summe 500.000 689.000 250.000 3.327.889 0 0 0 1.805.556 0 189.000 0 1.994.556 0 0 0 0
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 1.017.730 1.302.104 863.104 3.940.993 341.514 146.144 146.144 1.951.699 377.527 566.527 377.527 2.372.082 848.063 0 0 0

 

4.3.2. Zufluss gemäß DCGK

Da die den Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr gewährte Vergütung teilweise nicht mit einer Zahlung in dem jeweiligen Geschäftsjahr einhergeht, wird – in Übereinstimmung mit der entsprechenden Empfehlung des DCGK – in der folgenden Tabelle der tatsächliche Zufluss für das Geschäftsjahr 2014 (Auszahlungsbetrag) gesondert dargestellt.

Entsprechend den Empfehlungen des DCGK sind die Festvergütung sowie die einjährige variable Vergütung als Zufluss für das jeweilige Geschäftsjahr anzugeben. Für Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen gilt als Zeitpunkt des Zuflusses und Zufluss-Betrag der nach deutschem Steuerrecht maßgebliche Zeitpunkt und Wert.

Zufluss Martin Goetzeler Wolfgang Breme Dr. Bernd Schulte Paul Hyland
Vorsitzender des Vorstands Finanzvorstand Vorstandsmitglied Vorsitzender des Vorstands
Vorstand seit
1. März 2013
Vorstand vom 1. März 2005 bis 31. Mai 2014 Vorstand seit
7. März 2002
Vorstand vom
7. März 2002 bis
28. Februar 2013
2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014
Festvergütung 506.667 600.000 330.769 141.667 365.000 365.000 65.728 0
Leistungen aufgrund der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeiten 0 0 0 0 0 0 780.000 0
Nebenleistungen 11.063 13.104 10.745 4.477 12.527 12.527 2.335 0
Summe 517.730 613.104 341.514 146.144 377.527 377.527 848.063 0
Einjährige variable Vergütung 250.000 250.000 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 512.600 74.100 0 108.640 836.777 0
Aufgeschobene Anteile aus einjähriger variabler Vergütung 0 0 0 0 0 0 0 0
Aktienoptionsprogramm 2012 (Sperrfrist: 4 Jahre) 0 0 0 0 0 0 0 0
Aktienoptionsprogramm 2007 (Sperrfrist: 2 Jahre) 0 0 512.600 74.100 0 0 210.405 0
Aktienoptionsprogramm 2002 (Sperrfrist: 2 Jahre) 0 0 0 0 0 108.640 626.372 0
Sonstiges 0 0 0 0 0 0 0 0
Summe 250.000 250.000 512.600 74.100 0 108.640 836.777 0
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0
Summe 767.730 863.104 854.114 220.244 377.527 486.167 1.684.840 0

Insgesamt hielt der AIXTRON Vorstand per 31. Dezember 2014 396.160 Optionen auf den Bezug von 398.140 Aktien der Gesellschaft (31. Dezember 2013: 505.116 Aktien; 31. Dezember 2012: 923.516 Aktien). Der Bestand der den Optionen unterliegenden Aktien setzt sich wie folgt zusammen, wobei die realisierbaren Gewinne aus der Ausübung der Aktienoptionen deutlich von den in der Tabelle genannten Werten abweichen können.

Vorstandsmitglied Zuteilung Ausstehend Ausübbar Optionswert bei Zuteilung Ausübungspreis FälligkeitAusstehende Aktien Gesamt
    (Aktien) (Aktien) (EUR) (EUR)   
Martin Goetzeler Okt 2014 50.000 0 189.000 13,14 Okt 202450.000
Dr. Bernd Schulte Okt 2014 50.000 0 189.000 13,14 Okt 2024
  Nov 2010 52.000 26.000 461.240 26,60 Nov 2020
  Nov 2009 52.000 39.000 448.240 24,60 Nov 2019
  Nov 2008 52.000 52.000 92.040 4,17 Nov 2018
  Dez 2007 52.000 52.000 225.680 10,09 Dez 2017
  Nov 2006 55.000 55.000 84.150 3,83 Nov 2016
  Mai 2002 27.500 0 152.625 7,48 Mai 2017
  Mai 2001 5.000 0 106.500 26,93 Mai 2016
  Mai 2000 2.640 660 55.981 67,39 Mai 2015348.140
 
Gesamt 398.140 224.660 398.140

Der "Optionswert bei Zuteilung" ist gemäß IFRS 2 für nach dem 7. November 2002 ausgegebene Optionen auch Basis für die aufwandswirksame Erfassung der Gewinn- und Verlustrechnung. Für vor dem 7. November 2002 ausgegebene Aktienoptionen wurde der Zeitwert nach dem Black-Scholes-Modell ermittelt.

Von den Aufwendungen für aktienbasierte Vergütung einschließlich des auf den variablen Bonus anfallenden Aktienanteils entfielen auf die Mitglieder des Vorstandes folgende Beträge:

in Tausend EUR 2014 2013 2012
Martin Goetzeler 263 250 0
Paul Hyland 0 -532 249
Wolfgang Breme -76 118 244
Dr. Bernd Schulte 53 118 249

Im Geschäftsjahr 2014 sind Optionsrechte zum Erwerb von 158.976 AIXTRON Aktien verfallen (2013: 207.000; 2012: 0). Die auf den nicht ausübbaren Teil dieser Optionen entfallenden Aufwendungen wurden in Übereinstimmung mit IFRS 2, vorwiegend aufgrund des Ausscheidens von Wolfgang Breme, erfolgswirksam aufgelöst.

Die im Berichtsjahr 2014 amtierenden Mitglieder des Vorstands haben im Jahr 2014 insgesamt 48.000 Optionsrechte ausgeübt (2013: 211.500; 2012: 39.000).

Tag der Ausübung Durchschnittlicher
Aktienkurs am Tag
der Ausübung
Anzahl Aktien
2014      
Dr. Bernd Schulte 21.11.14 9,57 35.000
Wolfgang Breme 28.08.14 9,88 13.000
2013
Paul Hyland 21.11.13 9,84 39.000
Paul Hyland 18.11.13 9,81 117.500
Wolfgang Breme 31.05.13 13,71 55.000
2012
Wolfgang Breme 30.11.12 9,54 39.000

Die im Berichtsjahr amtierenden Mitglieder des Vorstands verfügen nicht über individuelle Pensionszusagen; es werden somit keine Pensionsrückstellungen für sie gebildet. Stattdessen werden Zuschüsse zur Altersvorsorge durch die Vorstandsmitglieder jeweils in einen Versicherungsvertrag mit Unterstützungskassenzusage (oder vergleichbares Modell) eingezahlt. Die im Fixgehalt enthaltenen Zuschüsse für die Mitglieder des Vorstands betragen in den Jahren 2014, 2013 und 2012 für Paul Hyland (in 2013 anteilig für zwei Monate bis zu seinem Ausscheiden), Wolfgang Breme (in 2014 anteilig für fünf Monate bis zu seinem Ausscheiden) und Dr. Bernd Schulte jeweils EUR 40.000 pro Jahr sowie in den Jahren 2013 und 2014 für Martin Goetzeler jeweils EUR 80.000 pro Jahr (in 2013 nach seiner Bestellung anteilig für 10 Monate).

4.3.3. Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2014 belief sich insgesamt auf EUR 292.500 (2013: EUR 290.042; 2012: EUR 302.500). Die auf die Geschäftsjahre 2012 bis 2014 entfallende Aufsichtsratsvergütung beträgt im Einzelnen:

Aufsichtsratsmitglied Jahr Fest Variabel Sitzungsgeld Gesamt
    (EUR) (EUR) (EUR) (EUR)
Kim Schindelhauer 1/2/3/4/5 2014 75.000 0 16.000 91.000
(Aufsichtsratsvorsitzender) 2013 75.000 0 20.000 95.000
2012 75.000 0 18.000 93.000
Prof. Dr. Wolfgang Blättchen1/4 2014 37.500 0 24.000 61.500
(Stv. Aufsichtsratsvorsitzender, 2013 35.556 0 24.000 59.556
Vorsitzender des Prüfungsausschusses) 2012 25.000 0 24.000 49.000
Dr. Andreas Biagosch 2 2014 25.000 0 8.000 33.000
(seit 23. Mai 2013) 2013 15.139 0 2.000 17.139
  2012 0 0 0 0
Prof. Dr. Petra Denk 2/3 2014 25.000 0 24.000 49.000
(Vorsitzende des Technologieausschusses) 2013 25.000 0 28.000 53.000
  2012 25.000 0 26.000 51.000
Dr. Martin Komischke 2014 25.000 0 0 25.000
(seit 23. Mai 2013) 2013 15.139 0 0 15.139
  2012 0 0 0 0
Prof. Dr. Rüdiger von Rosen 1/3 2014 25.000 0 8.000 33.000
(Vorsitzender des Nominierungsausschusses) 2013 25.000 0 20.000 45.000
  2012 25.000 0 6.000 31.000
Karl-Hermann Kuklies 2014 0 0 0 0
(bis 30. Januar 2013) 2013 2.083 0 0 2.083
  2012 25.000 0 0 25.000
Dr. Holger Jürgensen 6 2014 0 0 0 0
(bis 30. Januar 2013) 2013 3.125 0 0 3.125
  2012 37.500 0 16.000 53.500
Gesamt 2014 212.500 0 80.000 292.500
  2013 196.042 0 94.000 290.042
  2012 212.500 0 90.000 302.500

Wie in den Vorjahren gab es auch im vergangenen Geschäftsjahr 2014 keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen von Aufsichtsratsmitgliedern.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1. Chancen

Kernkompetenz von AIXTRON ist und bleibt die Entwicklung neuer Technologien zur Abscheidung von Halbleitermaterialien. Hier hat sich die Gesellschaft eine weltweit führende Wettbewerbsposition erarbeitet. Der Vorstand wird diese Spezialisierung weiterverfolgen, indem er die Kernkompetenz sowohl in Bezug auf bestehende als auch neue Absatzmärkte weiter ausbaut. AIXTRON investiert fortlaufend in entsprechende Forschungs- und Entwicklungsprojekte, um die führende technologische Stellung bei MOCVD-Systemen beizubehalten und um gleichzeitig stärker in die Märkte für Hochleistungselektronik, organische Halbleiter und die nächste Generation von Speicher- und Logikapplikationen vorzudringen.

Ein wichtiger Meilenstein im Bereich der MOCVD-Technologie war die Markteinführung der neuen MOCVD-Anlagengeneration AIX R6 im November 2014. AIXTRON arbeitet mit einer Reihe von Kunden aktiv an der Qualifizierung der Anlage für die Massenproduktion und unterstützt die Kunden bei ihren auf diese Technologie ausgerichteten Wachstumsplänen.

Ein weiteres wichtiges Marktsegment für AIXTRON ist die Leistungselektronik basierend auf Verbindungshalbleitermaterialien wie Galliumnitrid (GaN) und Siliziumkarbid (SiC). Bauelemente basierend auf diesen Materialkombinationen sind besonders geeignet zur Anwendung bei hohen elektrischen Spannungen und sind sehr energieeffizient. Eingesetzt werden können diese Bauelemente insbesondere in Elektrofahrzeugen, Transformatoren, Konvertern oder bei der Einspeisung erneuerbarer Energien in das Stromnetz. AIXTRON rechnet hier mit einer steigenden Nachfrage nach Produktionsanlagen, da die Marktdurchdringung der genannten Anwendungen an Dynamik gewinnt.

Bei Anlagen zur Herstellung großflächiger organischer Halbleiter-Anwendungen setzt AIXTRON weiterhin auf seine OVPD®- und PVPD-Technologien. Die exklusiv lizensierte OVPD®-Technologie ermöglicht eine hocheffiziente Abscheidung organischer Materialien besonders auf großflächigen Substraten und bietet Vorteile bei Materialverbrauch und Ausbeute gegenüber anderen Technologien. Die Demonstrations- und Qualifizierungsaktivitäten in diesem Bereich sind eng mit den Wachstumsplänen potenzieller Kunden in diesem Bereich verknüpft.

Die Gesellschaft wird darüber hinaus, ihre PECVD-Technologie, mit der Kohlenstoff-Nanostrukturen, wie Kohlenstoff-Nanoröhren, -Nanodrähte oder Graphen, hergestellt werden können, im Forschungs- und Entwicklungsbereich weiter vorantreiben. Die Anwendungsmöglichkeiten für solche hochentwickelten Kohlenstoff-Nanostrukturen umfassen unter anderem Displaytechnologien, Halbleitertechnologien oder Verbundwerkstoffe. Die beachtliche Zahl installierter F&E-Anlagen von AIXTRON und die enge Zusammenarbeit mit den Kunden ermöglichen es der Gesellschaft, ihre Entwicklungspläne auf die Marktanforderungen für diese aufstrebende Technologie abzustimmen.

AIXTRONs Silizium-Spezialisten haben die QXP-8300 ALD-Depositionsanlage entwickelt, die innovative Lösungen für die Herstellung von Speicherprodukten bietet. AIXTRONs QXP-Anlage ist von einem führenden koreanischen Speicherchiphersteller für seine Produktion qualifiziert, weitere Anlagen befinden sich bei zwei anderen Speicherchipherstellern in der Qualifikationsphase. Die Gesellschaft geht daher in diesem Bereich mittel- bis langfristig von weiterem Wachstumspotenzial aus. Zusätzlich, und basierend auf Forschungsprojekten und Kunden-Feedback, sieht AIXTRON konkrete Chancen, um mit Hilfe von so genannten Verbindungshalbleitermaterialien die Miniaturisierung von zukünftigen Prozessorstrukturen weiter vorantreiben zu können.

AIXTRON erwartet, dass sich die folgenden Markttrends und Chancen der relevanten Endanwendermärkte positiv auf den weiteren Geschäftsverlauf auswirken können:

Kurzfristig
  • Weiter zunehmender Einsatz von LEDs bei der öffentlichen und kommerziellen Außen- und Bürobeleuchtung.
  • Verstärkter Einsatz der LED-Technik bei der Wohn- und Innenraumbeleuchtung.
  • Marktpositionierung der neuen AIX R6 MOCVD-Anlage zur Herstellung von LEDs.
  • Zunehmender Einsatz GaN-basierter Bauelemente für die energieeffiziente Hochleistungselektronik.
  • Entwicklung neuer Einsatzmöglichkeiten für Bauelemente aus Siliziumkarbid, z.B. in Hybrid- und Elektrofahrzeugen oder bei der Netzeinspeisung von Solarenergie.
  • Entwicklung neuer Bauelemente für NAND- und DRAM- Speicher der nächsten Generation.
Mittel- bis langfristig
  • Zunehmender Einsatz von LEDs bei der Industriebeleuchtung.
  • Fortschritte bei der Weiterentwicklung von Technologien für großflächige OLED-Bildschirme und großflächige Beschichtung mit organischen Materialien sowie für OLED-Beleuchtung.
  • Weitere Fortschritte bei der Entwicklung von GaN-auf-Si basierten LEDs.
  • Verstärktes Aufkommen und Weiterentwicklung von flexiblen organischen Dünnfilmtransistoren (TFT), sogenannter Kunststoffelektronik.
  • Verstärkte Entwicklungsaktivitäten bei spezialisierten Anwendungen für Solarzellen aus Verbindungshalbleitern.
  • Erhöhte Anforderungen an High-k sowie Interconnect Komponenten, die neue Ansätze für Fertigungstechnologien voraussetzen.
  • Fortschritte bei der Entwicklung neuer, komplexer Verbindungshalbleitermaterialsysteme zur weiteren Miniaturisierung in der Siliziumhalbleiterindustrie.
  • Entwicklung neuer Materialien mit Hilfe von Kohlenstoff-Nanostrukturen (Kohlenstoff-Nanoröhren, -drähte und Graphen).
  • Entwicklung alternativer LED-Anwendungen, wie z. B. der Visual-Light-Communication-Technologie.

5.2. Risikomanagement

Auf unterschiedlichen Organisationsebenen der Gesellschaft werden spezielle Systeme und Verfahren zur Überwachung, Analyse und Dokumentation von Unternehmensrisiken und -chancen eingesetzt. Berichterstattung für Risiken und Risikoerfassung ist das zentrale Element von AIXTRONs strategischem Risiko- und Chancenmanagement. In verschiedenen Bereichen der Gesellschaft sowie in Tochtergesellschaften sind Risikobeauftragte benannt, die für die Risikoberichterstattung verantwortlich sind.

Zusätzlich ist AIXTRON als international tätiges Technologieunternehmen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, denen jedoch auch entsprechende Chancen gegenüberstehen. Zur Nutzung von Chancen und zur Minimierung von Risiken setzt AIXTRON ein konzernweites Risikomanagementsystem ein, das laufend an das sich ändernde Marktumfeld und an Veränderungen der Geschäftsprozesse angepasst wird.

Um Risiken zu minimieren und um Chancen nutzen zu können, verfolgt AIXTRON eine zukunftsorientierte Produktstrategie. Dazu werden aktuelle Marktentwicklungen beobachtet sowie künftige Kundenanforderungen und zu erwartende Änderungen des Marktumfelds eingeschätzt. So bemüht sich AIXTRON um die ständige Weiterentwicklung besonders wichtiger technologischer Alleinstellungsmerkmale. Die Produktstrategie umfasst Maßnahmen zur Schärfung des Profils der Gesellschaft im Markt, die Bildung von Partnerschaften und Allianzen sowie die Schulung von Vertriebspartnern und Anwendern. Im Geschäftsjahr 2014 hat die Gesellschaft die Markttrends und die Aktivitäten ihrer Wettbewerber kontinuierlich beobachtet und die von führenden Marktforschungsunternehmen erstellten Marktanalysen und -prognosen ausgewertet. In der Produktentwicklung spielen Risikobewusstsein und -bewertung eine entscheidende Rolle. Daher nutzt AIXTRON in diesem Bereich umfassende Projektmanagement- und Qualitätssicherungssysteme.

Flankiert werden diese Maßnahmen durch ein Programm zur Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften sowie durch den Erhalt und den Ausbau der erforderlichen Infrastruktur.

Zur weltweiten Überwachung und Steuerung von Unternehmensinformationen, setzt AIXTRON Rechnungslegungs-, Controlling- und Prognoseprogramme ein. Durch die regelmäßige Berichterstattung ist sichergestellt, dass die Informationen über Geschäfts- und Markttrends stets aktuell sind. Neben einer jährlichen Budgetplanung werden im Unternehmen stets zeitnahe Prognosen zur laufenden Überprüfung und Aktualisierung der Unternehmensplanung herangezogen. Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Zahlen werden im Rahmen des Unternehmenscontrollings laufend identifiziert und analysiert und sind damit Grundlage für die Entwicklung von notwendigen Korrekturmaßnahmen.

Weiterhin analysiert der Vorstand regelmäßig die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der laufende Erfahrungsaustausch und Austausch von Know-how auf allen Hierarchieebenen weltweit stellt eine effiziente Informationsweitergabe und eine rasche Entscheidungsfindung sicher.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft wird, soweit erforderlich, vom Vorstand mindestens vierteljährlich, in der Regel jedoch in kürzeren Abständen, über alle wichtigen Entscheidungen unterrichtet bzw. in diese miteinbezogen. Zur Erörterung, Analyse und Überwachung der im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit auftretenden Finanzfragen tritt der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig mit dem Vorstand zusammen. Die internen Richtlinien hinsichtlich Risikomanagement, Insiderhandel und der Offenlegung kursrelevanter Informationen stellen sicher, dass sämtliche in diesem Bereich geltenden Gesetze eingehalten und die im Deutschen Corporate Governance Kodex enthaltenen Empfehlungen zur Unternehmensführung und -steuerung umgesetzt werden.

Außerdem wird der Aufsichtsrat über Status, Plausibilität und Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems laufend vom Vorstand unterrichtet. Ferner ist es Aufgabe des Abschlussprüfers, den Aufsichtsrat über seine Prüfung des Risikofrüherkennungssystems zu informieren.

5.3. Interne Kontrollen bei der Finanzberichterstattung

Der Vorstand ist dafür verantwortlich, die in den Regelungen des Securities Exchange Acts im US Code of Federal Regulations, Title 17, Chapter II, § 240, 13a-15(f) oder 15d-15(f) geforderten internen Kontrollen für die Finanzberichterstattung einzurichten und zu unterhalten. Damit werden eine zuverlässige Finanzberichterstattung und die einwandfreie Erstellung des Jahresabschlusses sichergestellt. Interne Kontrollen der Finanzberichterstattung umfassen Richtlinien und Verfahren, welche die Führung der Handelsbücher nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung sicherstellen. Die Buchführung muss so beschaffen sein, dass ein auf dieser Grundlage erstellter Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens vermittelt. Darüber hinaus stellt ein Berechtigungskonzept sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle durch den Vorstand bzw. durch ihn autorisierte Personen genehmigt werden. So kann in angemessenem Maße sichergestellt werden, dass unberechtigte Anschaffungen, Verwendungen oder Veräußerungen von Vermögenswerten des Unternehmens, die wesentliche Auswirkungen auf den konsolidierten Konzernjahresabschluss haben könnten, verhindert oder rechtzeitig aufgedeckt werden.

Der Vorstand der AIXTRON SE hat die internen Kontrollen für die Finanzberichterstattung zum Ende des Geschäftsjahres, 31. Dezember 2014, beurteilt. Die Beurteilung erfolgte auf Grundlage der Kriterien des „Internal Control Integrated Framework", das vom Committee of Sponsoring Organizations der Treadway Commission (COSO) 2013 herausgegeben wurde. Die Beurteilung durch den Vorstand beinhaltete die Gestaltung und die Effektivität der wichtigsten Kontrollen der Finanzberichterstattung, der Prozessdokumentation, der internen Bilanzierungsrichtlinien sowie des Kontrollumfelds. Die Wirksamkeit der Kontrollen wird durch Tests nachgewiesen und durch Überwachungsmaßnahmen sichergestellt. Falls bei einem Test ein Problem identifiziert werden sollte, erfolgt eine Rückmeldung in die Organisation und eine Lösung des Problems wird initiiert. Die internen Kontrollen für die Finanzberichterstattung sind so aufgestellt, dass sie kontinuierlich an die dynamische Entwicklung des Unternehmens angepasst werden.

Nach Einschätzung des Vorstands war das interne Kontrollsystem des Unternehmens für die Finanzberichterstattung zum 31. Dezember 2014 wirksam. Es stellte in geeigneter Weise die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung und des Jahresabschlusses für externe Berichtszwecke sicher. Der Vorstand der AIXTRON SE hat das Ergebnis dieser Beurteilung mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats erörtert.

Die unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat den in diesem Geschäftsbericht enthaltenen Konzern-Abschluss geprüft und zusätzlich einen uneingeschränkten „Attestation Report" gemäß den Regelungen von Abschnitt 404 des Sarbanes Oxley Acts von 2002 zu der Wirksamkeit der internen Kontrollen für die Finanzberichterstattung erstellt.

5.4. Einzelrisiken

5.4.1. Währungsrisiko und andere Finanzrisiken

AIXTRON erlöst einen wesentlichen Teil seiner Umsätze in Fremdwährungen, d.h. in anderen Währungen als dem Euro. Die für AIXTRON vorherrschende Fremdwährung ist der US-Dollar. Eine ungünstige Entwicklung, insbesondere des US-Dollar/Euro-Wechselkurses, wirkt sich negativ auf die Ertragslage des Unternehmens aus. Zur Absicherung des Wechselkursrisikos prüft die Gesellschaft regelmäßig, inwiefern Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen werden. Mit diesen würden erwartete Zahlungszuflüsse aus fest kontrahierten und erwarteten Kundenaufträgen abgesichert. Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Nichtsdestotrotz begegnet der Vorstand bilanziellen Währungsrisiken durch die aktive Steuerung von Aktiva und Passiva in Fremdwährungen, speziell in US-Dollar.

AIXTRON beliefert eine Vielzahl von Kunden weltweit und ist damit den üblichen Ausfallrisiken ausgesetzt. Diesem Risiko begegnet das Unternehmen durch konsequente Zahlungsabsicherung, insbesondere durch Anzahlungen, Akkreditive und Bankbürgschaften. Im Anhang zum Konzern-Abschluss 2014 sind diese Instrumente in Anmerkung 17. „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte" näher beschrieben.

AIXTRON überprüft regelmäßig die Bonität seiner Banken und wird bei gegebener Veranlassung eine Veränderung bei der Auswahl dieser Partner vornehmen.

Der laufende Finanzmittelbedarf von AIXTRON wird im Allgemeinen durch Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie zu einem geringeren Teil durch staatliche Zuschüsse gedeckt. AIXTRON verfügt über hinreichend liquide Mittel und hat keine Bankverbindlichkeiten. Im Fall einer anhaltend niedrigen Nachfrage und damit einhergehenden weiter niedrigen Umsatzerlösen könnten die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit nicht ausreichen, um AIXTRON zu finanzieren. In diesem Fall müssten zusätzliche Finanzmittel durch Inanspruchnahme von Kreditlinien, durch die Aufnahme von Fremdkapital am Kapitalmarkt oder durch Eigenkapitalmaßnahmen beschafft werden. Sollte dies nicht möglich sein, ließen sich die Geschäftsaktivitäten von AIXTRON nicht im bisherigen Umfang fortführen.

5.4.2. Unternehmensbezogene Risiken sowie markt- und wettbewerbsbezogene Risiken

Die zukünftigen Entwicklungen in der Halbleiterindustrie sind teilweise schwer vorhersehbar und hoch volatil, wodurch die Geschäftsergebnisse von AIXTRON negativ beeinflusst werden können. Außerdem kann sich dies in einer hohen Volatilität des Preises der AIXTRON Aktien oder ADS äußern.

Im aktuellen Marktumfeld, welches durch eine vorherrschende Investitionszurückhaltung speziell der Hersteller von LEDs gekennzeichnet ist, besteht das Risiko einer weiterhin ausbleibenden Markterholung und einer damit einhergehenden nicht eintretenden Verbesserung der Auftragslage. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage haben.

Der Anlagenbau für die Halbleiterindustrie ist von den großen Angebots- und Nachfrageschwankungen der Halbleiterindustrie beeinflusst. Obwohl Halbleiter in vielen verschiedenen Produkten eingesetzt werden, korrelieren die Märkte für diese Produkte in unterschiedlicher Weise. Der Zeitpunkt, die Dauer und der Umfang dieser zyklischen Schwankungen sind nur schwer vorherzusehen. Im Falle einer sinkenden Nachfrage nach Halbleiteranlagen muss AIXTRON in der Lage sein, rechtzeitig seine Kostenstruktur an die geänderten Marktbedingungen anzupassen und die Vorräte rechtzeitig und in ausreichendem Umfang abzubauen und gleichzeitig zu versuchen, Mitarbeiter in Schlüsselpositionen zu halten. Die Fähigkeit der Gesellschaft, Ausgaben als Reaktion auf Umsatzrückgänge schnell zu reduzieren, ist durch einen gewissen Fixkostenanteil eingeschränkt. Steigt die Nachfrage nach Halbleitern, muss AIXTRON in der Lage sein, kurzfristig ausreichende Herstellungskapazitäten und Vorratsbestände aufzubauen sowie eine ausreichende Anzahl qualifizierter Mitarbeiter einzustellen und zu halten.

AIXTRON ist in einer sehr wettbewerbsintensiven Industrie tätig, die durch schnelle technologische Veränderungen charakterisiert ist. Wenn das Unternehmen in Reaktion auf geänderte Marktbedingungen oder Kundenanforderungen nicht rechtzeitig neue Produkte entwickelt, ist es möglicherweise nicht dazu in der Lage, erfolgreich in diesem Markt zu konkurrieren. AIXTRONs Wettbewerbsvorteil und zukünftiger Erfolg hängen von der Fähigkeit ab, erfolgreich neue Produkte und Technologien zu entwickeln genauso wie neue Märkte für seine Produkte und Leistungen zu erschließen. Auch hängen diese ab von der rechtzeitigen Einführung neuer Produkte in den Markt, genauso wie von der Qualifizierung neuer Produkte mit seinen Kunden und die Steuerung der Produktion im Sinne der Kundenanforderungen.

AIXTRON ist häufig langwierigen Verkaufs- und Qualifizierungszyklen für seine Produkte ausgesetzt. Daneben enthalten Kundenverträge regelmäßig anspruchsvolle technische oder andere wirtschaftliche Hürden, die erfüllt werden müssen. Aus diesem Grund muss das Unternehmen in vielen Fällen Zeit- und Mittel investieren, ohne sicher sein zu können, dass sich diese Aufwendungen in Umsatzerlösen niederschlagen werden.

Umsatzerlöse von AIXTRON Anlagen hängen in erster Linie von der Entscheidung eines zukünftigen Kunden ab, in seine Produktionskapazitäten zu investieren oder diese zu verbessern, was typischerweise mit einem signifikanten Kapitaleinsatz des Kunden einhergeht. Während Kunden interne wirtschaftliche oder technische Genehmigungen für den Kauf dieser Anlagen abwägen und einholen, führt dies häufig zu Verzögerungen in der Platzierung von Anlagenbestellungen. Die Kunden des Unternehmens können Schwierigkeiten haben, geeignete Produktionsstätten bereitzustellen oder eine nötige Rohstoff- und Bauteilversorgung aufrecht zu erhalten oder Finanzierungsmittel zu erschließen, um ihre Produktionsmenge zu erhöhen. Diese Verzögerungen können auch auf dem Zeitaufwand beruhen, den Neubau oder die Erweiterung einer Halbleiterfabrikation zu planen, zu entwerfen oder fertigzustellen. Vor diesem Hintergrund wendet die Gesellschaft beträchtliche Finanzmittel sowie Marketing- und Managementkapazitäten auf, um ihre Halbleiterproduktionsanlagen zu verkaufen. Diese Aufwendungen könnten nicht zu Umsatzerlösen führen.

Kunden verstärken oder verzögern auch oft ihre Investitionsausgaben oder sie verschieben oder stornieren ihre Bestellungen. Daraus resultiert die Notwendigkeit, dass AIXTRON schnell auf diese Angebots- und Nachfrageschwankungen reagieren muss. Das Scheitern einer Anpassung der Kostenstruktur oder Produktionskapazitäten könnte zu deutlichen Verlusten oder entgangenen Gewinnen im Falle einer Nachfragesteigerung führen. In beiden Fällen könnten die Geschäftsergebnisse negativ beeinflusst werden, was sich ebenfalls in einer hohen Volatilität des Preises der AIXTRON Aktien oder ADS äußern kann.

Der Zyklizität der Halbleitermärkte begegnet AIXTRON mit einer sehr geringen Fertigungstiefe in der Produktion und stützt sich dabei auf seine Zulieferer. Zur Risikominimierung in diesem Bereich verfolgt AIXTRON das Ziel in der Beschaffung mindestens zwei Lieferanten pro Artikel zu haben.

AIXTRON investiert in erheblichem Maße in Forschung und Entwicklung und der zukünftige Erfolg von AIXTRON hängt entscheidend davon ab, ob es gelingt, die in der Forschung und Entwicklung gewonnenen Erkenntnisse in Markterfolge umzusetzen. Sollte dies nicht gelingen, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Ein insgesamt für die Halbleiterindustrie geschäftstypisches Risiko sind Rechtsstreitigkeiten über Patente und andere Schutzrechte. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass AIXTRON solchen Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt wird. Die damit verbundenen Kosten können erheblich sein. Diesem Risiko begegnet AIXTRON unter anderem durch eine ständige und weltweite Patentanalyse.

Informationen über Risiken finden Sie auch im Abschnitt „Risk Factors" im SEC-Jahresbericht von AIXTRON für das Geschäftsjahr 2014 („Form 20-F"), welcher am 24. Februar 2015 bei der US Securities and Exchange Commission eingereicht wird.

5.5. Gesamtaussage zur Risikosituation

Der Vorstand hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine bestandsgefährdenden Risiken für die AIXTRON SE und ihre Tochtergesellschaften identifiziert. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind auch weiterhin nicht erkennbar.

6. Prognosebericht

6.1. Künftiges Marktumfeld

Der IWF-Bericht vom Januar 2015 prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr eine Erhöhung des Weltwirtschaftswachstums auf 3,5% (2014: 3,3%). Der positive Wachstumseffekt des gesunkenen Ölpreises wird dabei aber von gegenläufigen Effekten wie der schwachen Investitionsnachfrage mehr als ausgeglichen. Zum jetzigen Zeitpunkt erwartet AIXTRON keine wesentlichen Einflüsse der Geschäftsentwicklung durch das allgemeine weltwirtschaftliche Umfeld, wenngleich neuerliche Rückschläge für die Weltwirtschaft nach wie vor nicht ausgeschlossen werden können.

Gartner Dataquest errechnet in einer Studie aus dem Dezember 2014 (Forecast: Semiconductor Manufacturing Equipment, Worldwide, 4Q14 Update) einen Anstieg der Investitionstätigkeit in der Halbleiterindustrie um 12,9% auf USD 65 Mrd. im Jahr 2014. Für 2015 rechnet Gartner mit einer stabilen Investitionstätigkeit von ca. USD 66 Mrd. (+0,8%) In 2016 sollen die Investitionen wieder auf USD 65 Mrd. zurückgehen.

Laut Gartner Dataquest werden Investitionen in sogenannte Wafer-Fab-Anlagen, zu denen auch die Depositionsanlagen von AIXTRON gehören, von USD 31,6 Mrd. in 2014 um rund 6,8% auf USD 33,7 Mrd. in 2015 ansteigen. Im Jahr 2016 werden sie voraussichtlich wieder auf USD 32,8 Mrd. sinken.

Finanz- und Marktexperten beziffern das Gesamtvolumen des Marktes für MOCVD-Anlagen zum Jahresende 2014 auf zwischen USD 250 Mio. und USD 450 Mio. Diese Experten gehen im Jahr 2015 von einer Bandbreite von USD 290 Mio. bis USD 610 Mio. aus. Der Markt wird aufgrund der steigenden Nachfrage nach LEDs weitere Produktionskapazitäten benötigen.

Der Markt für Silizium-Leistungsbauelemente wird nach Schätzungen von Gartner (April 2014) im Zeitraum von 2013 bis 2018 von USD 8,9 Mrd. auf USD 10,2 Mrd. anwachsen. Laut einer Studie von IHS, könne der Markt für SiC und GaN Leistungsbauelemente, die mit AIXTRON Anlagen hergestellt werden, im Jahr 2017 ein Volumen von USD 663 Mio. erreichen. Prognosen des potenziellen Marktes für entsprechende Produktionsanlagen basieren ausschließlich auf internen Schätzungen und sind daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht aussagekräftig.

Der AIXTRON Vorstand ist davon überzeugt, dass die Marktbereiche, die AIXTRON mit seinen OVPD® und PVPD Depositionstechnologien für großflächige Abscheidung organischer Materialien sowie mit seinen PECVD Technologien adressiert, mittel- bis langfristig ein deutliches Wachstumspotenzial bieten. Dieses Wachstumspotenzial im Markt für Beschichtung mit organischen Materialien ergibt sich aus der Notwendigkeit für die Hersteller, mit Hilfe neuer Technologien verbesserte Funktionalitäten anbieten zu können und gleichzeitig anspruchsvolle Kostenziele zu erreichen. In dem extrem wettbewerbsintensiven Markt für Fernseher und großflächige Bildschirme sind neue, effiziente Produktionstechnologien, wie sie auch AIXTRON anbietet, erforderlich, um erfolgreich konkurrieren zu können. Laut seines „OLED Shipment and Forecast Reports“ erwartet Display Research, dass sich das Marktvolumen für OLED-Anwendungen, inkl. OLED TVs, von etwa USD 10 Mrd. in 2014 auf ca. USD 20 Mrd. in 2021 erhöhen wird. Wie bei jeder neuen Technologie ist jedoch der genaue Zeitpunkt des Marktdurchbruchs mit einem inhärenten Risiko behaftet. Prognosen des potenziellen Marktes für OLED und Kohlenstoff-Nanostruktur Produktionsanlagen basieren ausschließlich auf internen Schätzungen und sind daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht aussagekräftig.

Der Zielmarkt für AIXTRON ALD-Anlagen zur Herstellung spezieller Anwendungen wie Steuerelektroden und Kondensatorstrukturen (Gate Stacks, Capacitors) wird von Gartner Dataquest (Forecast: Semiconductor Manufacturing Equipment, Worldwide, 4Q14 Update, Dezember 2014) per Jahresende 2014 auf USD 449 Mio. geschätzt (2015e: USD 514 Mio.; 2016e: USD 515 Mio.). Infolge der Qualifikation der AIXTRON QXP-Technologie bei einem führenden koreanischen Speicherchiphersteller und Anlagen in der Qualifikationsphase bei zwei anderen Chipherstellern, geht AIXTRON in diesem Bereich von weiterem Wachstumspotential aus.

6.2. Erwartete Ertrags- und Finanzlage

Der Vorstand geht davon aus, dass die Nachfrage nach ALD Anlagen für die Produktion von Speicherchips im Geschäftsjahr 2015 ansteigt. Außerdem sieht der Vorstand kurzfristig auch Wachstumspotenzial aus der zunehmenden Marktdurchdringung von SiC- und GaN-basierten Leistungsbauelementen. Die weltweite Nachfrage nach LEDs nimmt aufgrund des steigenden Einsatzes von LEDs im Markt für allgemeine Beleuchtungsanwendungen weiter zu. Trotz dieser vielversprechenden Entwicklung sind die meisten LED-Kunden von AIXTRON in Bezug auf nennenswerte Investitionen in zusätzliche LED-Produktionskapazitäten immer noch zurückhaltend. Der Vorstand geht jedoch weiterhin davon aus, dass sich die Nachfrage nach MOCVD-Produktionsanlagen mit der weiter steigenden LED-Nachfrage verbessern wird. Allerdings sind der genaue Zeitpunkt und das Ausmaß dieser Nachfragebelebung immer noch schwer vorherzusagen.

Da MOCVD Produktionsanlagen für die Herstellung von LEDs auch im Geschäftsjahr 2015 der größte und volatilste Umsatztreiber für AIXTRON sein werden, sieht sich der Vorstand derzeit nicht in der Lage, eine genaue Prognose für die Umsatz- und Ertragsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr abzugeben. Aufgrund der beschleunigten Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen der Gesellschaft wird im Jahresvergleich mit einer weiteren Verbesserung der Ergebnisse für 2015 gerechnet.

Die im Rahmen des Geschäftsberichts 2013 veröffentlichte Prognose zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung wurde erreicht.

Ausgehend von einer Bewertung der momentanen Auftragslage, inkl. bestehender Chancen und Risiken und unter Zugrundelegung des internen Budgetkurses von 1,25 USD/EUR, geht der AIXTRON Vorstand davon aus, dass die AIXTRON Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2015 zwischen EUR 220 und 250 Mio. liegen werden. Damit einhergehen soll ein entsprechend steigender Auftragseingang.

Die Ertragslage für das Geschäftsjahr 2015 wird sowohl durch den Erfolg der Marktpositionierung der neuen AIX R6 Anlage und deren Produktionsanlauf als auch durch maßgebliche F&E-Projekte beeinflusst werden. Nichtsdestotrotz geht der Vorstand davon aus, in beiden Halbjahren 2015 eine sequentielle Verbesserung der Ertragslage zu erzielen (jeweils gegenüber dem vorhergehenden Halbjahr). Innerhalb des zweiten Halbjahres 2015 erwartet der Vorstand die EBITDA-Gewinnschwelle zu erreichen, bei im Gesamtjahr 2015 deutlich verbessertem aber weiterhin negativem EBIT, Jahresergebnis und Free Cash Flow.

Die F&E-Aufwendungen werden einen wesentlichen Einfluss auf die tatsächliche Höhe der Betriebsaufwendungen haben. AIXTRON erachtet jedoch die konsequente Umsetzung seines Produktfahrplans für zukünftige Technologiefelder, wie OLED, Hochleistungselektronik, Prozessortechnologien, etc. mit entsprechenden Zeit-, Qualitäts- und Kostenvorgaben als eine Kernaufgabe des Unternehmens.

Der Vorstand wird die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung auch im Geschäftsjahr 2015 weiter fortsetzen, mit besonderem Augenmerk auf Kostenentwicklung, Margenbeiträgen und Mittelverwendung. Die Gesellschaft wird sich daher insbesondere auf die erfolgreiche Marktpositionierung der neuen AIX R6 MOCVD-Produktionsanlage und die zielgerichteten Investitionen in AIXTRONs definierte Zukunftstechnologien fokussieren.

Kurzfristig ist eine stärkere Marktbelebung als derzeit erwartet größtenteils davon abhängig, wie schnell die Marktdurchdringung der LED für allgemeine Beleuchtungsanwendungen voranschreitet. Daraus könnte sich auch eine höhere Nachfrage nach LED-Produktionsanlagen ergeben. Eine Verbesserung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds könnte positiv zu dieser Entwicklung beitragen.

Wie in den Vorjahren geht der Vorstand davon aus, dass die Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2015 keine externe Bankenfinanzierung benötigen wird. Darüber hinaus wird die Gesellschaft auf absehbare Zeit auch ihre solide Eigenkapitalbasis aufrechterhalten können.

6.3 Gesamtaussage zur zukünftigen Entwicklung

Aufgrund seiner nachgewiesenen Fähigkeiten, innovative Depositionsanlagen für eine Vielzahl von Abnehmermärkten zu entwickeln und zu vermarkten, ist der Vorstand weiterhin von den positiven kurz-, mittel- und langfristigen Zukunftsaussichten für AIXTRON und seine Zielmärkte überzeugt.

AIXTRON verfügte zum 31. Dezember 2014 über keinerlei rechtsverbindliche Vereinbarungen über Finanzbeteiligungen, Unternehmenserwerbe oder Veräußerungen von Unternehmensteilen.

7. Übernahmerelevante Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der AIXTRON SE betrug zum 31. Dezember 2014 EUR 112.694.555 (31. Dezember 2013: EUR 112.613.445; 31. Dezember 2012: 101.975.023). Es ist eingeteilt in 112.694.555 auf den Namen lautende Stammaktien ohne Nennbetrag mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie. Je eine Namensaktie ist anteilig am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt und mit je einer Stimme auf der Hauptversammlung voll stimmberechtigt. Sämtliche Namensaktien sind voll eingezahlt. Die Aktien sind in Form einer Globalsammelurkunde hinterlegt; der Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihres Anteils ist ausgeschlossen. Weder das Stimmrecht je Aktie noch die Übertragbarkeit der Aktien der Gesellschaft unterliegen gesellschaftsrechtlichen satzungsmäßigen Beschränkungen. Es bestehen keine Aktiengattungen mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Es bestehen auch keine Vereinbarungen zur Stimmrechtskontrolle, soweit Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Stimmrechte nicht selbst ausüben.

Derzeit könnte zusätzlicher Kapitalbedarf vor allem durch folgende von der Hauptversammlung genehmigte Kapitalia gedeckt werden:

Kapitalia 2014 Genehmigt Ablauf- 2013 2012 2014-2013
(EUR oder Anzahl Aktien) 31. Dez. seit datum 31. Dez. 31. Dez.  
Ausgegebene Aktien 112.694.555 -- -- 112.613.445 101.975.023 81.110
Genehmigtes Kapital 2014 - Bar- oder Sachkapitalerhöhung mit oder ohne Bezugsrecht der Altaktionäre 45.883.905 14.05.2014 13.05.2019 0 0 45.883.905
Genehmigtes Kapital 2012 - Bar- oder Sachkapitalerhöhung mit Bezugsrecht der Altaktionäre 10.422.817 16.05.2012 15.05.2017 10.422.817 10.422.817 0
Genehmigtes Kapital 2011 - Bar- oder Sachkapitalerhöhung mit oder ohne Bezugsrecht der Altaktionäre aufgehoben 19.05.2011 18.05.2016 30.248.813 40.471.946 -30.248.813
Bedingtes Kapital I 2012 - Ermächtigung zur zukünftigen Begebung von Wandlungsrechten o. Optionsscheinen 40.715.810 16.05.2012 15.05.2017 40.715.810 40.715.810 0
Bedingtes Kapital II 2012 - Aktienoptionsprogramm 2012 4.208.726 16.05.2012 15.05.2017 4.208.726 4.208.726 0
Bedingtes Kapital II 2007 - Aktienoptionsprogramm 2007 2.890.613 22.05.2007 31.12.2018 2.927.226 3.136.628 -36.613
Bedingtes Kapital 4 - Aktienoptionsprogramm 2002 471.713 22.05.2002 31.12.2016 516.210 722.097 -44.497
Bedingtes Kapital 2 - Aktienoptionsprogramm 1999 1.926.005 26.05.1999 31.12.2017 1.926.005 1.926.005 0

Die Gesellschaft ist gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 13. Mai 2019 eigene Aktien im anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von bis zu EUR 11.262.429 zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb von eigenen Aktien darf (1) über die Börse oder (2) mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft oder (3) mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erfolgen.

Satzungsänderungen hinsichtlich Kapitalmaßnahmen erfordern einen Beschluss der Hauptversammlung, der durch eine Dreiviertelmehrheit des auf der Hauptversammlung vertretenen Grundkapitals gefasst wird (Art. 59 SE-VO, § 179 AktG). Andere Satzungsänderungen erfordern eine Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen oder, sofern mindestens die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist, die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

Zum 31. Dezember 2014 befanden sich ca. 21% der AIXTRON Aktien in Besitz von Privatpersonen, rund 79% wurden von institutionellen Investoren gehalten. Der größte nicht-institutionelle AIXTRON Aktionär war die Camma B.V., Renesse (Niederlande) mit 6,8% der AIXTRON Aktien. Circa 93,2% der Aktien befanden sich gemäß der Definition der Deutschen Börse in Streubesitz.

Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgen durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft. Die einzelnen Vorstandsmitglieder werden für einen Zeitraum von höchstens sechs Jahren bestellt und können danach erneut bestellt werden.

Sollte ein „Change of Control"-Tatbestand vorliegen, sind die einzelnen Vorstandsmitglieder dazu berechtigt, ihr Dienstverhältnis mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen und ihr Amt zum Kündigungstermin niederzulegen. Bei Beendigung der Tätigkeit aufgrund eines so genannten „Change of Control"-Tatbestands erhalten alle Vorstandsmitglieder eine Abfindung in Höhe der für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags von der Gesellschaft voraussichtlich geschuldeten festen und variablen Bezüge, maximal aber in Höhe von zwei Jahresbezügen. Ein „Change of Control"-Tatbestand im vorgenannten Sinne liegt vor, wenn ein Dritter oder eine Gruppe von Dritten, die ihre Anteile vertraglich zusammenlegen, um dann als ein Dritter aufzutreten, mehr als 50% des Grundkapitals der Gesellschaft direkt oder indirekt hält bzw. halten. Außer den vorgenannten bestehen keine weiteren „Change of Control"-Klauseln.

8. Versicherung der gesetzlichen Vertreter im Konzernabschluss

Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 37y Nr. 1 WpHG i.V.m. §§ 297 Abs. 2 Satz 4 und 315 Abs. 1 Satz 6 HGB für den Konzernabschluss:

„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“

Herzogenrath, 23. Februar 2015

AIXTRON SE, Herzogenrath

Der Vorstand

     
Martin Goetzeler
Vorsitzender des Vorstands
  Dr. Bernd Schulte
Vorstandsmitglied